2014

“Orden

Schwarze Elf: Erzieherische Tipps für Angela und Sigmar

Ein gelungener Auftakt der Schwarzen Elf zum runden Geburtstag

SCHWEINFURT · Kein Respekt vor den Großkopferten und eine geturnte Reise in die Unterwasserwelt - im 60. Jahr hat die Schwarze Elf am Freitagabend zur Faschingssitzung geladen.

Mit 60 Jahren feiert die Schwarze Elf 2014 zwar einen runden Geburtstag, doch wenn in diesem Alter viele Menschen ruhiger werden, dann drehen die Kolpingsnarren erst richtig auf. Die Jugend rückt mehr und mehr in den Vordergrund, nicht nur beim Prolog, der die Zuschauer gleich in seinen Bann zieht. Mit einer verjüngten Truppe warten die Turner auf, auch die Turn- und Tanzgruppe bringt bei den ’Mini’s’ neue Gesichter auf die Bühne. Und einen kompletten neuen Stapellauf wagt das Narrenschiff, das im vergangenen Jahr die Faschingsmuffel nach deren Rückzug ablöste. S’ wird immer schönner!“, Ein Motto, das in jeder Hinsicht passt.

Die Schwarze Elf hat auch für die Saison 2014 wieder ein hochklassiges Programm mit der bewährten Mischung aus Tanz, Akrobatik, Klamauk und ebenso frechen wie punktgenauen Büttenreden auf die Bühne der Schweinfurter Stadthalle gebracht. Ob politische oder gesellschaftliche Themen, die Akteure nehmen kein Blatt vor dem Mund, haben keinen Respekt vor Großkopferten jeder Couleur, spießen treffsicher die Fehltritte kleiner und großer Würdenträger auf. Auch so mancher Besucher dürfte bei einigen Beiträgen mal geschluckt haben.

„Wie kommen die bloß auf solche Ideen“, fragte sich so mancher Premierengast bei der Bühnenshow der Turner, die sich heuer dem Tauchen widmete. Dass die Jugend auf dem Vormarsch ist, war dem Programm anzumerken, so reiste die Turn- und Tanzgruppe per Facebook um die Welt und die neue Crew des Narrenschiffs musst feststellen, dass, wenn man sich zu sehr auf eine Telefon-Hotline verlässt, man doch schnell verlassen ist, vor allem dann, wenn der Käpt’n per Facebook zu einer Party auf dem Ozean einlädt, das aber gar nicht ernst meint.

Mit breitem Grinsen schließlich der wohlbekannte Satz: „Helau, Grüß Gott und Guten Abend.“ Kein Zweifel, es tritt Peter Kuhn auf, der sozusagen als Peter Lustig in Latzhose und breitem Grinsen den Bundeskindergarten vorstellte - mit „erzieherischen Tipps für Angela und Sigmar“.

© Herbert Götz
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt