“Orden

1958

Schwarze Elf traf unentwegt ins Schwarze

Mit einem ausgezeichneten Programm begeisterte sie ein heiteres Volk im vollbesetzten Saal des Kolpinghauses

Dem Schweinfurter Fasching, nun schon bald auf dem Höhe- und Endpunkt angekommen, zollte auch die „Schwarze Elf“ der Kolpingsfamilie einen zünftigen, begeisternden Tribut. Die Sitzung, die am Sonntagabend mit Präzision eines Uhrwerks vor einem närrischen Volk im vollbesetzten Saal des Kolpinghauses abrollte, bot mit einer Parade ausgezeichneter Büttenredner und musikalischer Einlagen beste Unterhaltung, und einen gepfefferten Angriff auf alle jenen, die ihre Alltagslaune an „der Garderobe nicht abgegeben“ hatten.


Reinhold Vollmuth entführte als Spanier Zuschauer per Schlagertexte in den sonnigen Süden.

Walter Zänglein mit Ringelschwänzchen und Schweinsblase dekoriert, erzählte lachmuskelstrapazierend, was sich im Alltag des „Metzgermeisters Wolf“ alles ereignen kann.

Günter Ühlein und Otto Eglmeier als zwei Meckerer trafen oft ins Schwarze mit ihren Angriffen gegen den „häuslichen Herd“.

Erich Roos nahm mit Witz und Geist zur Zeitpolitik Stellung.

Philipp Müller kam lädiert vom Fußballplatz und erzählte, dass der nicht zu übersehende Verband von einem „Verbandsspiel“ herrühre.

Viel Freude Ober Häberle und Pfleiderer (Walter Zänglein und Reinhold Vollmuth), die beiden „Werbefunk-Spezialisten“.

Allein schon durch ihre Mimik überzeugte Alfred Godzik und Herbert Heidrich als „Antek und Franzek“ aus „Schlesien-Ober“.

Wie sehr sich die Menschen nur mit sich beschäftigen, bewies Günter Ühlein in seinen Ausführungen über etwas „sehr Hintergründiges“.

Stasi und Blasi ließen sich wieder über das Stadtgeschehen aus, genauso wie die beiden Junggesellen (Eberhard Roos und Volker Wagner).

Sitzungskapelle: Spiegel-Trio