2007

“Orden

Motto der neuen Session:


Lachst Du schon oder zahlst Du noch?



Bei der Schwarzen 11 bleiben die Eintrittspreise stabil
Das Programm wird etwas gestrafft

SCHWEINFURT (15.11.2006) - Jahr für Jahr -greift der Fiskus dem Bürger tiefer in die Tasche. Alles wird teurer, die Mehrwertsteuererhöhung ab Januar tut ihr übriges. Ein Trauerspiel, das sich eigentlich nur noch mit viel Humor ertragen lässt. So macht es auch die Schwarze 11 und sagt: „Nach dem diesjährigen Motto bleibt uns, die alles bezahlt haben, nur noch das Lachen übrig, und das kann einem niemand nehmen.“ Und eine erfreuliche Meldung gibt es gleich noch dazu - der Eintrittspreis bei der Schwarzen 11 bleibt stabil, zumindest bei den Narren wird nicht erhöht - bei gleichbleibend guter Leistung, versteht sich.


Die Aktiven um den Sitzungspräsidenten Ludwig Paul bieten auch in der neuen Session wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm, das von einem Reigen fränkischer Spitzengarden wie der Buchnesia aus Nürnberg unterstützt wird.

Dass die allgemeine Preiserhöhung mit Humor genommen wird, bedeutet jedoch nicht, dass alles klaglos akzeptiert wird. Mit Satire, Witz und Ironie werden Verantwortliche in Gesellschaft und Politik ihr Fett abbekommen. Und wer könnte diese Aufgabe besser erledigen als Peter Kuhn, der Meister der feinen Ironie. In welchem Gewand er dies tun wird und wen er auf dem Tablett servieren wird, bleibt noch sein Geheimnis.

Hausmeister für den Notfall
In Gestalt einer „mobilen Hausmeisterreserve“ blickt Helmuth Backhaus hinter die Mauern von Bundeseinrichtungen, Königshäuser und Villen der A-, B-, und C-Promis. Als Hausmeister für den Notfall bleibt er so seiner Paparazzo-Karriere durchaus treu. Fabian Wahler, der Youngster der SW 11, ist die ständigen Preissteigerungen der Ölmultis leid. Deshalb hat der Kettensäge und Spaltkeil gepackt und ist beim Holzmachen im Wald. Dass es dabei nicht unbedingt todernst zugeht und nicht nur Holzspäne fallen, dürfte wohl allen klar sein.

Stühle und Tische findet man im Esszimmer und im Restaurant. Hierher zieht es auch die Turngruppe von Michael und Kathi Kitz, die vollkommen überzeugt sind, dass dieses Mobiliar durchaus auch als Turngeräte taugen. Hoffen wir, dass der Oberkellner. nichts dagegen einzuwenden

hat. Ihre Kollegen von der tanzenden Zunft widmen sich heuer diversen „Gesellschaftsspielen“. Die Klassiker von „Monopoly bis Mensch ärger dich nicht“ werden als getanzte Show auf die Bühne gebracht. Dass es dabei nicht langweilig wird, dafür garantieren die über 50 Aktiven zwischen fünf und 50 dieser quirligen Truppe um Ingrid Klier.

Erna & Sepp
Nicht ganz so fit wie beim letzten Auftritt sind in diesem Jahr „Erna und Sepp“. Erna hat sich den Fuß gebrochen und Sepp muss, natürlich auf Anweisung von Erna, den Haushalt schmeissen. So wird sich der eine oder andere Besucher wohl in diesen „Szenen einer Ehe“ von Doris Bretscher und Thomas Spath wieder finden.

Und was waren die lokalpolitischen Highlights in Schweinfurt und Umgebung? Stasi und Blasi alias Adi Schön und Ludwig Paul werden es M treffenden Pointen allen Gästen nahe bringen. Von Tunesienfußball bis Landratswahl gab und gibt es im Schweinfurter Land vieles, das es verdient, hier auf 's Korn genommen zu werden.

Wilder Westen
Weit weg von Schweinfurt, nämlich „Im Wilden Westen“ bewegt sich das Männerballet. Ob die flotten Cowgirls ihren Traumboy finden? Micha Hillus, die Dompteuse dieser gewichtigen Truppe, wird dem Publikum zeigen, „wer mit dem Wolf tanzt“.

Ein heißer Tanz könnte auch der Auftritt der Faschingsmuffel werden. Sie befinden sich bei „Der Bundeswehr“. Da die künstlerische Spanne der Muffel von Klamauk bis Kabarett reicht, wird hier das satirisch kritische Wort zu aktuellen Ereignissen nicht fehlen. Man darf gespannt sein, was die Spitzentruppe der Schwarzen 11 um Peter Kuhn hier präsentiert.

Den musikalischen Rahmen um das Programm legen die Stadtpfeifer zu Beginn und die Sunnyboys am Ende der Sitzung, die mit knapp vier Stunden gegenüber den Vorjahren etwas gestraffter wird.

© Herbert Götz
Quelle: markt Schweinfurt vom 15.11.2006