“Orden

1965

11 JAHRE SCHWARZE ELF

Schwarze Elf segelte mit Humorstärke 12 Die ersten beiden Narrensitzungen im überfüllten Kolpinghaus fanden begeistertes Echo / Stasi und Blasi erhielten Ehrenkappe

Nach Protokollchef Eberhard Roos folgen Hubert Kirchner, diesmal als „Clown Charlie“ und Dieter Popp als „Briefmarkensammler“, wobei politische Köpfe die Krone seiner Sammlung bildeten.

„Schimpfen ist der Stuhlgang der Seele“ sinniert Friedrich Rückert alias Hermann Mai und ist herabgestiegen vom Sockel auf dem Marktplatz. In seinem „Test 65“ verteilt er Zensuren von „sehr empfehlenswert“ bis „nicht empfehlenswert“.

Über den Unterschied zwischen der Torpedo-Freilaufnabe und Chrustschow klärte der „Wahlmanager“ Gebhard Pape seinen Freund Walter Ruck auf. Der Freilauf habe nämlich eine „Rücktrittsbremsen“.

„11x11x12,33 gibt 1492. Kolumbus entdeckte Amerika und im oberfränkischen Staffelstein erblickte Adam Riese das Licht dieser Welt“. So erscheint Walter Zänglein als „Adam Riese“. Mit Hilfe einer „ABC-Schützen-Rechenmaschine“ und einem Elektronengehirn erklärt er mathematisch konsequent die politischen Geschehnisse auf dem Weltmarkt des vergangenen Jahres.

Der im „Sternbild des Fahrrads“ geborene Philipp Müller beschrieb als „Sechs-Tage-Rennfahrer“ seinen mühevollen Weg bis zur Auszeichnung als „Champion“.

Vom deutschen Film wiederentdeckt pirscht sich „Winnetou“ Hans Driesel auf die Bühne. „Lasst die Verjährung nur vergehen, dann wird noch mancher auferstehen“.

Als „Bild“-Verkäufer nach „12 Silvestern Studium der Bierologie und Hektoliteratur“ erklimmt Herbert Wiesenberger die Bütt.

Josef Ehrlitzer vom „Misstrauensarzt“ auf Kur geschickt, gibt einen drastischen Erfahrungsbericht und meint, dass so ein Kuraufenthalt die beste Vorbereitung für einen nach den neuen Verkehrsgesetzen zu erwartenden Gefängnisaufenthalt sei.

Am Samstag, 23.01.1965 zum 100. Mal in der Bütt: Walter Zänglein und Philipp Müller als „Stasi und Blasi“. Sie erhielten für dieses Jubiläum die Ehrennarrenkappe der Schwarzen 11 und unterhielten sich anschließend in gewohnter Weise zwanglos über städtische Probleme.