“Orden

1981

„WER DIE WAHL HAT...“

„Schöane gelbe Rüebli" pries Babett an
Schweinfurt wie es singt und lacht: Rund geht's bis zur „Fosenacht“ - Humorknüller in neun Sitzungen

Wie jedes Jahr erster Redner In der Bütt, Protokollchef Eberhard Roos.

Ihr Debüt. in der Bütt gaben „2 Bundeswehrsoldatinnen“ Andrea Tögel und Monika Weth. Da belehrt z.B. „Küchenkuh“ Andrea die „Rekrutin“ Monika, dass sie nun „...lernt, wie man Ehekriege führt und wie man Männer kommandiert“.


Stefan Leser, zum zweiten Mal nach 1980 in der Bütt, diesmal als geplagter „Schüler“, rechnete mit der Erwachsenenwelt, besonders aber der Schule, ab.

Frank Weber als „Popper und Jet-Setter von morgen“ schwor allem linken und proletarischem ab.

Hochaktuelle politische Wortspielereien und geschliffene Sprache, beißend ironische Satire, garniert mit deftigen Mittelalter-Sprüchen unter dem Schild des „Götz von Berlichingen“ und der eisernen Faust: Walter Zänglein als „Till von Franken“.

Die komische Akrobatik der „Alten Turner“, die Anmut der Tanzgruppe beim „indianischen Tanz", beim „Square Dance“ oder beim „Can-Can“ In Ihrer „Western-Trilogie“ oder das lachmuskelstrapazierende „Männerballett“: Die SKF-Turn- und Tanzgruppe erwies sich wieder einmal als Profi In Ihrem Genre.

„Welcher Zahnarzt da wohl gemeint ist“, hörte man manche Leute sagen, als die „Siebenschläfer“ ihren Song vorn „Zahnarzt an der Maintalautobahn“ vom Stapel ließen. Erneut stellten sie ihre musikalische und thematische Vielseitigkeit unter Beweis.

Auf „Werbung ’81“ hatte sich der SKF-Chor unter Leitung von Alfons Marschalt eingeschossen. Sie imitierten detailgetreu, persiflierten und sprengten den Rahmen des handelsüblichen Werbefunks.

In seiner unnachahmlichen Interpretation und Gestik beschrieb Thomas Walter die Eintrittskartensituation bei der Schwarzen Elf. „Ich kenn' enn, der kennt enn, der enn kennt“.

Zweifellos der „Fetzer“ im Programm: Die keifenden „Marktweiber“ Josef Ehrlitzer und Karlheinz Hennig. „Schöane gelbe Rüebli“ pries die „Babett aus Sempfld“ an. Da monierte die „Rettl aus Gochsum“: „Alles begrabsch und nix käff - was säch’stn hetz“ - „Saupreuß, japanischer...“ Zitat der Presse: „Ehrlitzer und Hennig, die Ihren kleinen Fastnachtsschwänken ein weiteres Glanzlicht aufsetzten und aus Lachern brüllende Pruster machten im wahrsten Sinn des Wortes - unbeschreiblich“.

„Der OB hat g'sagt: eine Stadt muss sich einen Ort der Stille leist' könn’“. - „Da hat er recht, mir ham in Schweinfurt viel zu wenig stille Örtli“. So u.a. das Tüpfelchen auf dem „i“, „Stasi und Blasi“. Den Schlusspunkt setzend machten sie aus allem und jedem „Tennisplätz“.