2008

“Orden

Die Schwarze Elf ist auch heuer bestens gerüstet

Motto in diesem Jahr: „Wenn gedopt wird, dobt der Saal"
Ein Feuerwerk der guten Laune ist wieder fest eingeplant

Schweinfurt - Hintersinnige Wortspiele sind die Besucher der Schwarzen Elf ja gewohnt. Doch diesmal setzen die Akteure offenbar noch einen drauf und spielen mit dem weichen, harten „b" des fränkischen Dialekts. In reinem hochdeutsch wäre das ja so einfach, ganz klar verständlich - aber hier vor Ort?

Werden etwa die Besucher gedopt?

„Da dopt der Saal" - lautet das Motto der Schwarzen Elf für die neue Session. Also: Werden da die Besucher gedopt, oder „dobt" der Saal, weil die Akteure auf der Bühne wie „gedopt" ein Feuerwerk der guten Laune abbrennen?. Sie merken schon, dass es bei den Sitzungen in der Stadthalle wieder rund gehen wird, gute Kondition für die Lachmuskeln wird dringend empfohlen.

Mobiles Podest für die hinteren Reihen

Und damit die Gäste im hinteren Teil die Geschehnisse auf der Bühne sowohl optisch wie auch akustisch gut verfolgen können, wurde ein weiteres Ergebnis der Besucherumfrage umgesetzt. Die afz-Schreiner baute ein mobiles Podest für die hinteren Reihen, die zudem auch „etwas lockerer gestellt werden,", erläutert Sitzungspräsident Ludwig Paul.


Eröffnung und Ende der Sitzungen bleiben in bewährten Händen, sprich den Stadtpfeifern und den Sunnyboys vom Baggersee, die in bekannter Manier den Elferrat in die Halle herein, bzw. Wieder hinausbegleiten. Den Beruf hat er schon im letzten Jahr gewechselt, und auch heuer agiert Helmuth Backhaus als mobiler Hausmeister, der natürlich bestens über die Geschehnisse seines großen Hauses Bescheid weiß.

Als junger Trompeter machte Jonas Paul als Bühnenneuling Furore und er weiß, dass er sich damit die Messlatte sehr hoch gelegt hat. Diesmal lässt er seiner Sportleidenschaft freien Lauf, mischt sich unter die Fans verschiedener Sportarten um so die Mannschaften kräftig anzufeuern. Auch Mama Doris Paul geht auf den grünen Rasen, sagt aber „11 Freundinnen müsst ihr sein" und erläutert - wohl vor allem dem männlichen Publikum - was bei „Frau und Fußball" wirklich abgeht.

Lehrer will er werden, der Fabian Wahler, der ja auch schon als Student aus dem Nähkästchen plauderte. Für die neue Session hat er deshalb folgerichtig beschlossen, als Referendar gewissermaßen die berufliche „Bütten-Laufbahn" fortzuschreiben.

Stasi und Blasi, alias Ludwig Paul und Adi Schön, nehmen wieder die lokalen Vorgänge unter die Lupe, graben nach altem Gemäuer und jungen Gerüchten. Thomas Spath - bisher mit Doris Bretscher als Ehepaar auf den Brettern - geht eine neue Partnerschaft ein und noch keine Thema-Angabe gibt es von Peter Kuhn. Er wird wie immer das aktuelle Zeitgeschehen aufgreifen.

Doping entspricht ja dem aktuellen Zeitgeist, und da ist es wohl kein Wunder, wenn sich die Faschingsmuffel auch um dieses Thema kümmern. Raimund und Antje Meier, Markus Weber, Sophia Kimmel, Pit Niedermeyer und Peter Kuhn trainieren für die Olympischen Spiele - Ähnlichkeiten mit bekannten Sportgrößen sind aber „garantiert rein zufällig"

Garantiert nichts mit Doping am Hut haben die Turner der Schwarzen Elf, die das Publikum in jedem Jahr mit Spitzenleistungen faszinieren. Diesmal zieht die Truppe um, will heißen, als Turngeräte dienen Sessel, Schränke, das Klavier und natürlich das feine Porzellan. Europa wird größer und da lässt es sich die Turn- und Tanzgruppe nicht nehmen, dies gewissermaßen tanzend zu erkunden. Mit dabei ist die landsübliche Folklore, aber auch die landestypische junge Szene. Den 30. Todestag des „King" begingen heuer die Fans und auch das Männerballett widmet sich Elvis Presley. Allerdings nicht mit Schmalzlocke und Stehkragenoutfit, die Jungs legen den Petticoat an, aber der King erscheint auch.

Gastgarden aus ganz Franken zeigen ihr Können

Den Garde- und Schautanzteil übernehmen bei der Schwarzen Elf Gastgarden aus ganz Franken. Freuen dürfen sich die Besucher auf die Garden aus Grettstadt, Buchnesia Nürnberg, Coburger Mohr, Veitshöchheim, Tanzmariechen aus Roth und das Männerballet Bad Windsheim und die musikalische Begleitung der Sitzungen übernimmt wieder die Gruppe Quartetto.

© Herbert Götz
Quelle: markt Schweinfurt vom 14.11.2007