2009

“Orden

Das Publikum tobt

Prunksitzung der Schwarzen Elf: Kuriositäten, Lachsalven und viel Szenen-Komik

SCHWEINFURT- Was ist die Wurzel aus „Kurios hoch drei"? Die Antwort könnte „Peter Kuhn" lauten, denn ihm gelang bei der Prunksitzung der Schwarzen Elf ein furioser Einstieg in die Geburtstags-Session der Kolping-Narren.

Der Akteur, der mit dem Narrenbrunnenpreis von Ettlingen endgültig in den Kreis der fastnachtlichen Elite erhoben wurde, präsentierte sich als kreuz und quer denkender Mathematiker, dessen Vorlesung selbst den letzten Rest von Logik auf den Kopf stellte. Das Publikum kugelte sich vor Lachen und applaudierte stehend dem Redner, der von Sitzungspräsident Ludwig Paul zum „Professor Doktor" des Humors geadelt wurde. Kuhn errechnete auch die Entlastung der steuerzahlenden Bürger, nicht ohne auf die Formel „gi€R" als „Wurzel allen Übels" zu verweisen.

„Ruckzuck Fünferfuchzich" wurde die Schwarze Elf, doch dass sie noch längst nicht alt aussieht, ließ der atemberaubende Auftritt der zwölf „Rockkonzert-Aktivisten" von den Turnern sehen.

Wie gewohnt mit fränkisch loser Zunge und einem Blattschuss auf die Männer kam Doris Paul, die sich nicht nur „auf der Ufra" nach Schnäppchen umsah. „Ne Prämie von 2500 Euro dir winkt, wenn du dein Alt'n zum Abwrack'n bringst! Des is günsdich, do schlag' ich zu! Mo, pack' dein Koffer, dann is a Ruh!"

„Stasi und Blasi" alias Ludwig Paul und Adi Schön beleuchteten alles, was während des vergangenen Jahres für Zündstoff gesorgt hatte. Einmal mehr sein Publikum zum Jubeln brachte der 15-jährige Jonas Paul, der von der "Krise seines Älterwerdens" berichtete. „Hausmeister" Helmuth Backhaus schließlich nahm per Video vor allem den Weiß-Kittel im Elferrat ins Visier, erklärte, wie Verona Pooth sich neuerdings die „11 88 0" merkt, und machte deutlich, wie man übers Absaugen von Fett zu einem Tank-Gutschein von der Krankenkasse kommt.

Dann wären da noch „die Faschingsmuffel" und ihr Besuch des Bahn-Haltepunkts in Muffelstadt. Empfehlung: Hingehen, erleben und die einmalige Szenen-Komik genießen, die das Publikum zum Toben brachte.

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Quelle: mainSonntag