2007

“Orden

"Das Lachen kann uns niemand nehmen"

Schweinfurt (EVH) · "Lachst du schon oder zahlst du noch?" - Auch in der anstehenden Session wird die Schwarze Elf wieder bei neun Sitzungen in der Stadthalle ihr Publikum unterhalten, und das bei stabilen Eintrittspreisen. "Allerdings wollen wir nicht mehr ganz so lange in die Nacht hinein tagen wie bisher", sagt Sitzungspräsident Ludwig Paul. Die Gesellschaft habe erkannt, dass eine straffere Sitzung von etwa viereinhalb Stunden Dauer vom Publikum als ausreichend empfunden werde.

"Alles scheint teurer zu werden und die Mehrwertsteuererhöhung tut noch ihr Übriges", meint die Schwarze Elf zu ihrem Motto, "und so bleibt uns, die schon alles bezahlt haben, nur noch das Lachen, das uns niemand nehmen kann". Dennoch bekommen wieder Verantwortliche aus Gesellschaft und Politik ordentlich ihr Fett von den Kolping-Narren ab. Wie immer mit feinem, wohlgereimtem Humor wird dabei Peter Kuhn zu Werke gehen, wobei er seine Verkleidung erneut möglichst spontan den aktuellen Geschehnissen angleichen will.

Einst Paparazzo und armer Poet, gibt Helmuth Backhaus sein Jahres-Protokoll jetzt als "mobile Hausmeisterreserve" ab. An den Schaltstellen der Bundes-Einrichtungen und der Königshäuser will der "Gott im Blaumann" dabei sitzen, oder auch der Öffentlichkeit die Türen öffnen, zu den echten und den Möchte-Gern-Promis. Fabian Wahler, der Youngster der Schwarzen Elf, wird sich nach der letzten Ölpreis-Erhöhung zum Holzmachen in den Wald begeben.

Wesentlich feiner hat es die Turner-Gruppe rund um Michael und Kathi Kitz geplant. Sie ist "im Restaurant" zu Gast und liefert den überzeugenden Beweis, dass Tische und Stühle durchaus als Turngeräte taugen. Ihre Kollegen vom Tanz widmen sich den "Gesellschaftsspielen". Klassiker von "Monopoly" bis "Mensch ärgere dich nicht" sollen in dieser Show auf die Bühne gebracht werden, von mehr als 50 Aktiven zwischen fünf und 50 Jahren, die zur Truppe um Ingrid Klier gehören.

Weitaus weniger quirlig präsentiert sich heuer Doris Bretscher, alias "Erna". Denn nach dem Nordic-Walking-Ausflug vom vergangenen Jahr sitzt sie mit gebrochenem Fuß im Saal, und erteilt ihrem "Sepp" (Thomas Spath) glasklare Anweisungen, was er im Haushalt zu tun und zu lassen hat.

Adi Schön und Ludwig Paul, alias "Stasi und Blasi", werden auf örtliche Groß-Ereignisse wie Tunesien-Fußball oder Landratswahl blicken. Weit von Schweinfurt weg bewegt sich das mehr als zehnköpfige Männerballett. Als "Cowgirls aus dem Wilden Westen" versuchen die von ihrer Dompteuse Micha Hillus abgerichteten "Damen", den Traumboy schlechthin zu finden. Einen mindestens ebenso heißen Tanz verspricht die Schwarze Elf mit dem Auftritt der Faschingsmuffel, die sich zur Bundeswehr begeben. Ihre künstlerische Spanne reicht von Klamauk bis Kabarett.

Für die Musik sorgen Stadtpfeifer, Sunnyboys und die Sitzungskapelle Troubadix, und natürlich werden wieder fränkische Spitzen-Garden

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Quelle: Volkszeitung Schweinfurt vom 13. November 2006