2001

“Orden

Schwarze Elf eröffnet Faschings-Session

Schweinfurt (12.11.2000) - Eine Sau musste dran glauben und wurde nach alter Schweinfurter Tradition direkt vom Brett verspeist: Mit einer Schlachtschüssel eröffneten rund 150 Mitglieder der Schwarzen Elf am 11.11. die neue Faschings-Session im Schweinfurter Kolpinghaus.

Unter den Gästen war auch das langjährige Vorstandsmitglied im Bund Deutscher Karnevalisten (BDK), Karl-Heinz Schumacher (Kitzingen), das nicht nur eine ebenso launige wie die kulturellen Wurzeln des fränkischen Karnevals betonende Festrede hielt, sondern auch dem ausufernden Fernsehkarneval contra bot. "Lasst Euch nicht von Redakteuren Euer Programm kaputtmachen, lasst Euch nicht vorschreiben, wie viele Kalauer in einer Minute zu kommen hätten", mahnte Schumacher. "Eine Büttenrede braucht auch einmal ruhige, nachdenkliche Passagen, sonst ist sie eben keine Büttenrede mehr." Der Sitzungspräsident der Schwarzen Elf, Ludwig Paul jun., "belohnte" den Gast aus Kitzingen mit einem überdimensionalen Spiegelorden (...ein rechter Narr hält sich stets schlicht den Spiegel selber vors Gesicht") und räumte dann das Rednerpult für seinen Vorgänger Hans Driesel. Der hielt eine 30-minütige Laudatio auf die seit Jahrzehnten bei der Schwarzen Elf wirkende, langjährige Leiterin der Kindertanzgruppe, Mary Scheuring.

Sie wurde aus diesem Posten verabschiedet, nicht aber aus den Reihen der Schwarzen Elf: "Sie tritt nur einen Schritt zurück, wird uns aber weiter stets mit Rat und Tat zur Seite stehen", betonte Driesel. Für Mary Scheuring gab's einen - beinahe karnevalistisch-biografischen - Videofilm von "Cutmaster" Wolfgang Klopf, ein gerahmtes "historisches" Foto von der Turn- und Tanzgruppe der Schwarzen Elf (der die Kindertanzgruppe ja angeschlossen ist) und so manches andere Präsent. Jetzt freut man sich bei "der Schwärz" schon auf den Beginn des Sitzungskarnevals mit ersten Terminen im Januar - und neun Sitzungen in einer hoffentlich wieder ausverkauften Schweinfurter Stadthalle.