2000

“Orden

Schwarze Elf: Ehrung für katholisches Urgestein

Schwester in Öl


Schweinfurt - Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Barbara Stamm, Landtagsabgeordneter Dr. Hans-Gerhard Stockinger und Schweinfurts Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser waren am Sonntag (06.02.2000) Ehrengäste bei der letzten von neun Vorstellungen der Kolpingsnarren von der „Schwarzen Elf“ in der Schweinfurter Stadthalle.

Sie durften einer ganz besonderen Ehrung beiwohnen. Denn mit einem stattlichen und äußerst gut gelungenen Ölgemälde bedankte sich die Karnevalsgesellschaft bei einer ihrer fleißigsten Helferinnen im Hintergrund: Schwester Iduberga. Sie, die sonst nicht gerne im Rampenlicht steht, wurde von Sitzungspräsident Ludwig Paul auf die Bühne gebeten, um so auch öffentlich einmal ihr großes ehrenamtliches Engagement zu würdigen.

Die Schwester, die vierzig Jahre lang die Lehrwerkstatt für Näherinnen am Theresienheim führte und seit ihrem Ruhestand vor sechs Jahren in den dortigen Räumlichkeiten eine soziale Nähstube betreibt, näht seit der Gründung der „Schwarzen Elf“ einen Großteil der Kostüme für den Auftritt. Und das übrigens auch noch heute - im stattlichen Alter von 78 Jahren.

Das Ölgemälde fertigte der armenische Maler Ruben Machjnian, ein Freund des Schweinfurter Fotografen Laszlo Ruppert, der auch den Kontakt zwischen der Kolpingfamilie und dem Künstler hergestellt hatte. Anhand von Skizzen und zunächst ohne Auftrag malte er die Schwester, die ihn bei einem Schweinfurt-Aufenthalt außerordentlich fasziniert hatte, in Öl - und als Kolping-Präses Roland Breitenbach das Werk sah, entschloss er sich spontan zum Kauf.

Am Sonntag abend nun wurde das Gemälde dem überstolzen katholischen Urgestein offiziell überreicht - und Pfarrer Roland Breitenbach war natürlich erster Gratulant...