„Witzich, spritzich, sechszundsechzich“

Ehrenabend zum 66sten - Goldene Zeiten bei der Schwarzen Elf

Liveticker

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„Es ist die Gemeinschaft, der Zusammenhalt der uns ausmacht!“ Die Schwarze Elf, eine große Gemeinschaft die keiner großen Worte bedarf.
Jeder ist an seinem Platz. Auf der Bühne - genauso wie im Hintergrund. Es geht Hand in Hand. Nicht ohne einen gewissen Stolz über diese „tolle Truppe“ eröffnet Georg Hümpfer zusammen mit den Schweinfurter Stadtpfeifern den Gala Abend zum Auftakt in die Session 2020. Udo Jürgens Medley – professionell intoniert von den Stadtpfeifern und am Ende wie ein Aufruf: „Mit 66 Jahren fängt das Leben an“ - ein närrisches Jubiläum das vor allem in die Zukunft blickt!

 
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Die Turn- und Tanzgruppe in ihrer großen bunten Vielfalt - unter der Gesamtleitung von Ingrid Klier, eröffnet den Abend mit gewohnter Professionalität und überwältigend bunter Kostümvielfalt. Es sind alle dabei - die Kleinsten, die Teenies, die Erwachsenen, die Turner und das Männerballet. Alle Gruppen in einem Tanz vereint, das ist Weltpremiere und etwas ganz Besonderes. Unsere Gäste und Mitglieder können sich auf einen wunderbaren Abend freuen.

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Selbst geschrieben? Hans Driesel stellt in seinem Rückblick auf die ersten 40 Jahre genau das fest – „In dieser Bütt ist noch nie ein professioneller Redner gestanden“ und das ist gut so! Zusammenhalt und den Willen zu uneingeschränkter Professionalität habe die Gesellschaft vorangebracht. Immer wieder zitiert er auch aus alten Büttenreden. Mit wohlfeilen Reimen und punktgenau gesetzten Pointen schildert er den Gründergeist und die Jahrzehnte des wachsenden Erfolgs, vom Kolpinghaus bis in die Stadthalle.

 
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Lange ersonnen entstand nun der neue Orden für 33 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Schwarzen Elf der Kolpingsfamilie Schweinfurt. Es ziert ihn der schöne Spruch von Hans Sachs: „Ich sah die Welt ist voller Narren, denn jeder Mensch hat seinen Sparren“ Das Symbolbild des Narren ist bei der Schwarzen Elf der Schalksnarr, den unter anderen vor allem Ingrid Klier über Jahrzehnte verkörperte.

Deshalb darf sie sich auch als erste von fast 50 Ordensträgern dieses Ordnes erfreuen.. Mit einem Augenzwinkern erinnert Ludi mehr als einmal daran - wie viele Jahre Ingrid nun schon aktiv wirkt und ihre Ideen der Schwarzen 11 zur Verfügung stellt. Sie ist ein fester Bestandteil geworden - nicht wegzudenken - und verewigt im Orden für 33 aktive Jahre. „Wir trauen uns zu behaupten dass keine oder wenige Gesellschaften eine solche Treue ihrer Mitglieder zu verzeichnen haben“ bemerkt Philip Hoffelner, seit einem Jahr bereits Stellvertretender Sitzungspräsident, der die Moderation übernimmt, da Ludi sich für den nächsten Programmpunkt „hübsch“ machen muss.

 
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Stasi und Blasi geben sich die Ehre, jedoch diesmal nicht um das politische Stadtgeschehen in Worte zu fassen sondern vielmehr um vergangenes und zukünftiges aus dem Wirken der Schwarzen Elf zu beleuchten. So sind sie stolz darauf, dass die Schwarze Elf ohne Zuschüsse und Subventionen dahin gekommen ist wo sie heute ist und in der Goldenen Ära so wie sie es nennen sei Peter Kuhn ein legitimer Nachfolger von Gerd Fröbe geworden

 
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Im Rahmen eines „Castings“ sollen Büttenredner ausgewählt werden, die das bunte Programm nach der Pause gestalten sollen. Den kritischen Augen von Ludi und Peter stellten sich Helmut Backhaus, Marco Breitenbach, Doris Paul, Jonas Paul und Fabian Wahler die allesamt wieder hinter die Bühne geschickt wurden um ihr Programm zu überarbeiten, da sich die Herren Paul und Kuhn hinter der Bühne beraten und abgestimmt haben um z. B. etwas kleineres niedlicheres von Marco zu sehen oder mal was deutlich netteres von Doris zu hören.

 

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Die Büttensitzung wurde ein voller Erfolg! Die Teilnehmer des Castings überzeugten mit Verwandlungskünsten, Helmut quetschte sich in seinen von der Jury geforderten Kommunionanzug - Marco in sein Turneroutfit, Jonas überzeugte mit Witz und Esprit an der Gitarre, Fabian eroberte die Frauenwelt, alle folgen den Regieanweisungen der beiden Moderatoren. Nur Doris beugte sich den kritischen Äußerungen der Jury nicht, sondern blieb ihrer Linie treu - mit Charme und Chick als Kommunionmutter bekommen trotz der Bitte von Ludi und Peter wieder die Männer ihre Leviten gelesen. So wie wir sie kennen - so wie wir sie lieben.

 
 

Sogar Garde war geladen, jedoch sei es mit einem Augenzwinkern erwähnt, denn wie Ludi sagt: „Haste eine gesehen, haste alle gesehen“ - frei nach diesem Motto verwandelten sich Sophia Kimmel, Theresa Paul, Anna Paul und Philipp Hoffelner in Funkenmariechen und ein spektakuläres Tanzpaar.

 
 

Es folgt der Höhepunkt des Abends: Als vierte Preisträgerin der Goldenen Schweineschnauze darf sich Margit Sponheimer geehrt fühlen - für das besonders freche Wort in der Fastnacht - so wurde Sie einst dem ersten Preisträger überreicht. Als würdige Trägerin - so Peter Kuhn in seiner Laudatio - erweist sich Margit schon deswegen, weil sie seit vielen Jahren singt „Am Rosenmontag, bin ich geboren - am Rosenmontag in Mainz am Rhein“. Weder am Rosenmontag noch in Mainz geboren, so Peter, darf sich Margit Sponheimer für so eine Dreistigkeit des Ordens der Schwarzen 11 erfreuen.

 
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Sie selbst sagt darüber ganz gelassen, dieser Orden fände einen Ehrenplatz neben dem Goldenen Schuh und im übrigen könne sie ab sofort Ihrem Mann durchaus „Halt mal die Schnauze“ sagen. Eine ganz besondere Frau mit einer besonderen Aura und einer ungeheuerlichen Bühnenpräsenz, wirklich beeindruckend.

 
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Margit Sponheimer rundete den Abend ab - sie kann unsere Gäste und Mitglieder zu später Stunde nocheinmal so richtig aus den Stühlen locken und sogar unseren fränkischen Mitgliedern den einen oder anderen „Meenzer Klassiker“ entlocken. Ein gelungener Auftakt in die Session 2020 – „Witzich, spritzich, sechsundsechzich“

 
 


9. November 2019
Fotos: Claudia Schlör
Text: Sonja Breitenbach