's kann nur besser wern

Kaum zu glauben dass es immer wieder eine Steigerung gibt. Kaum zu glauben dass sie wieder da ist, die 5. Jahreszeit und die Narhalla in der Stadthalle ihre Tore geöffnet hat.

Die Schwarze 11 der Kolpingsfamilie hat mit ihrem ersten Sitzungswochenende erneut bewiesen mit welch großem Engagement die weit über 200 Aktiven der Faschingsfamilie "Schwarze 11" zusammenarbeiten. Eine großartige Familie - mit großartigen Ergebnissen.

Ganz neu im Programm und als jüngstes Nachwuchstalent darf in diesem Jahr Maxim Modlinger aus Niederwerrn den Prolog halten. Mit ihren knapp 11 Jahren steht sie überzeugend dafür ein die rund 500 Besucher um ungeteilte Aufmerksamkeit zu bitten. Sie meistert ihr Solobühnendebüt mit Bravour.

Marco Breitenbach berichtet in seiner diesjährigen Bütt über die "Hölle auf Erden des begleiteten Fahrens" und unser Aktiver Helmuth Backhaus ist und bleibt der "Hausmeister von der Stadthall", der alles im Griff behielt - auch nachdem die Kolping Service GmbH die Stadthalle übernommen hatte.
Schließlich ist es ihm ja völlig egal wer unter ihm die Geschäftsführung hat.

Die Turner und Turnerinnen der Schwarzen 11 zeigen mit Ihrer akrobatisch perfekten Pyjamaparty dass sie alles andere sind als Schlafmützen und zaubern dem Zuschauer neben atemberaubenden Momenten auch das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht.

Fabian Wahler, bereits ein alter Hase in der Bütt, hat sich es in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht die DSGVO - die Datenschutzgrundverordnung um- und durchzusetzen. Ist er jedoch der Ansicht, dass das gar nicht Datenschutzgrundverordnung heißen kann sonder vielmehr, dass es "Durchgeknallte Superjuristen gängeln Vereine und Organisationen" heißen muss.

Neues Geschnatter aus der Stadtpolitik, Rathaus Klatsch und Tratsch und alles was der Besucher sonst so wissen muss präsentieren Martina Mottl und Louis Majewski als nun gelandete Baggerseegänse mit Charm, Witz und Gesang.

Eindrucksvoll und farbenfroh tanzt uns die Turn- und Tanzgruppe in die Halbzeitpause.

Süße kleine Erdbeerkinder, MilkyWays, Cupcakes, Eistüten, Toast und Ei, anmutige Karotten, Paprika, Bananen und Orangen sogar Nutella und Kaffee entführen die Zuschauer in eine bunte Welt der Phantasie und lassen viel Raum für Interpretation was den Tag über so schmecken kann.
Nicht nur gesundes ist zu sehen
- Pizza, Pommes, Burger und Salat bescheren dem Zuschauer gesunden Hunger für die Pause.

Genauso wie das "Frankentrio" das echte Leben in den Saal bringt und zeigt wie es im Supermarkt so zugehen kann oder geht, zeigen die fünf vom Narrenschiff (Monika Brand, Stefanie Schloßbauer, Julia Majewski, Mario Roth, und Louis Majewski) die Tücken des Familienlebens und des damit meist verbundenen "Kinderhabens".

Es sind diese Momente, die unsere Zuschauer fühlen lassen - hier werde ich verstanden! Hier werden alltägliche Problemchen auf höchstem Niveau parodiert und auf die Bühne gebracht.

Auf sehr hohes Niveau dürfen sich die Zuschauer auch in diesem Jahr wieder freuen, wenn unser Aktiver Peter Kuhn die Bütt betritt - oder vielmehr die Bühne betritt. Denn als Sicherheitsbeauftragter sorgt er mit gefeilten Worten ohne Schlüpfrigkeiten dafür, dass es auf der Bühne nicht zu Unfällen aufgrund von Glätte kommen kann.

Doris Paul lässt den Saal einmal mehr erbeben. Die Zuschauer teilen sich unweigerlich - wie bereits in den vergangenen Jahren in zwei Lager:
Die Männer, deren Sympathie Doris manchmal ein bisschen zu verlieren scheint, jedoch bei näherem Betrachten dies dann doch nicht der Fall ist -
und natürlich die Frauen, denen Doris aus der Seele spricht, wenn Sie vom 2. Frühling ihres Mannes berichtet.

Ein Angriff auf die Lachmuskeln unserer Besucher zu später Stunde - ein Ohrenschmaus!

Da die Schwarze 11 nicht nur die 5 Jahreszeiten, sondern auch alle 5 Sinne bedient, sorgt das Männerballett für eine Augenweide mit einer Bollywood-Hommage die ihres Gleichen sucht.

Anmutig, graziös und schillernd schweben unsere Männer über die Bühne.

Jonas Paul reißt im wahrsten Sinne des Wortes ebenfalls die Zuschauer nocheinmal von den Stühlen - seinem Baumarktbesuch frei nach dem Motto "Selbst ist der Mann" und dem Song "Faschingszeit" kann sich keiner der Zuschauer entziehen - und sie wollen es auch nicht.

Der sympathische Franke lässt den Saal alleine, fast genauso erbeben wie die ihm nachfolgenden Sunnyboys vom Baggersee die mit Pauken und Trompeten den Saal auskehren - dem Motto treu - "'s kann nur besser wern" in den Trikots der Deutschen Nationalmannschaft.

Ein Auftaktwochenende das Lust auf noch zwei weitere Wochen macht. Lasst euch sagen:

"'s kann nur besser wern"



25. Januar 2019