Pack mers widder!

Das erste Mal mit „Maskenpflicht“


Es sind die vielen Aktiven,
der unermüdliche Wille nach etwas Normalität,
der Kampfgeist,
die Hartnäckigkeit,
der Zusammenhalt,
der die Schwarze Elf zu dem Verein machen der er heute ist.


Gleich im ersten Jahr als Präsidentin in Amt und Würden behauptet sich Martina Schlereth mit einer Feuertaufe die ihres Gleichen sucht!

Durchhaltevermögen im Ämterdschungel, Organisation und trotzdem immer freundlich. So trotzt sie Einschränkungen und führt ihren Verein zur Genehmigung für Präsenzveranstaltungen in der Stadthalle.

Ein striktes Hygienekonzept und gute Argumente! Maskenpflicht?
Kein Problem! Es ist endlich wieder Fasching.


Die Abende sind nicht nur erfolgreich – nein, sie sind ein „Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten“ so Matthias Paul.

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen, Abstand halten, vielen Ängsten aber auch in einer Zeit in der wir alle langsam müde werden, sendet die Schwarze 11 eine Botschaft aus: „Wir sehen es als unseren Auftrag in dieser Zeit den Menschen zu zeigen, dass Fröhlichkeit nicht verlernt wurde, dass Gemeinschaft verbindet und stark macht, dass auch die Seele gesund sein muss und dass Lachen Medizin ist!“


Nicht auf Anhieb gelingt dem entwöhnten Publikum Frohsinn und Leichtigkeit.
Fabian Wahler – in diesem Jahr als Motivationstrainer auf der Bühne der Schwarzen Elf, zeigt wie es geht. Er bringt das Publikum auf „Betriebstemperatur“!

Der „Ludi“, wie er von allen genannt wird, erklärt warum die Stadtpfeifer, in den Kostümen der Schweinfurter Garde, in diesem Jahr eben nicht durch den Saal einlaufen dürfen. Die Querflöten müssen einen Mindestabstand einhalten, da Blasinstrumente Aerosole verteilen.

Es tut der Tradition kaum einen Abbruch die jungen Aktiven von der Bühne aus zu hören! Die ersten fröhlichen Töne des Abends werden präsentiert von den engagierten, jungen Musikern der „Schweinfurter Stadtpfeifer“, gefolgt von einem Prolog ihres Obristen Peter Kuhn.


Alles im Zeichen von Corona! Auch der „Hausmeister vo der Stadthall‘“, Helmuth Backhaus, hat eine Aufgabe. Das CokoFUg muss aufgebaut werden. Das „Coronakonforme-Faschingsorden-Umhängegerät“. Es sollen an diesen besonderen Abenden schließlich Orden verliehen werden, leider ohne Küsse aber wenigstens originell!


Nachwuchstalent Maxim Modlinger lässt uns einen Blick in die Klassenzimmer in Pandemiezeiten erhaschen.

So authentisch und voller Elan, dass die gut gelüfteten Räume das Publikum ein kleines bisschen frieren lassen.


Für die Hitze im Saal sorgen dann jedoch die Turner und Turnerinnen der Schwarzen Elf, die uns in den Dschungel entführen und während der Vorstellung den einen oder andern Gast durchaus ins Schwitzen bringen oder es wenigstens warm ums Herz werden lassen. Eindrucksvolle Akrobatik mit gefühlter Leichtigkeit präsentiert.




Marco Breitenbach – souverän und selbstbewusst, lässt er uns schon seit einigen Jahren immer wieder an seinem Leben oder Erlebten teilhaben.

Er zieht in die erste eigene Wohnung! Der ehemalige Nachwuchs ist nachgewachsen und nicht mehr klein.


Er macht sich auf um während seiner Ausbildung in den ersten eigenen 4 Wänden zu leben. Schnell ist festgestellt, dass Kleidung sich nicht selbstständig zusammenlegt und der Kühlschrank auch keine nachwachsenden Inhalte präsentiert.

Der eine oder andere findet sich sicherlich wieder wenn es heißt „Tschüss Hotel Mama – Hallo eigene Wohnung“

Die stadtschnatternden Gänse, Franziska Klee und Louis Majevski rappen sich mit künstlerischer Komik durch die Fragen:
Warum die Steigerwaldbahn nicht fährt, der Ellertshäuser See plötzlich zum Schatzsuchen animiert oder warum die Stadttauben einfach mehr Futter abgreifen als die „armen“ Gänse am Baggersee?
Urkomisch präsentieren sie so allerhand „Stadtgeschnatter“.


Auch tanzende Gäste gab es dieses Jahr wieder zu sehen. Uns besuchten die Garden und Tanzmariechen der Karnevalsgesellschaft Buchnesia, der Fasenachtsgilde Giemaul, des Rother Carnevalverein und des TSC Veitshöchheim.


Deutlich reduziert, jedoch wie in jedem Jahr wieder mit eindrucksvollen und ausdrucksvollen Kostümen „entertaint“ die Turn- und Tanzgruppe und rockt den Saal. Zu „Let me entertain you“ entführen sie das Publikum in eine bunte Welt die derzeit viel zu kurz kommt.


Bunt und fesselnd ist auch die Lasershow von Oliver Hub und Philipp Niedermeier – das Team, das sich schon viele Jahre auch um die Lichttechnik kümmert, hat eine ganz besondere Lichtershow entwickelt.


Der „Meister des geschliffenen Wortes“, Peter Kuhn, nimmt uns mit auf einen Spaziergang durch die durchaus bunte Bundesgartenshow und lässt das politische Jahr Revue passieren. Den Gästen werden zu später Stunde politische Höhepunkte aber auch durchaus kritische Töne gewohnt meisterlich präsentiert.

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen…fidirallala“ so, oder so ähnlich war es wohl als die Parteien ihre Koalitionspartner gesucht und schlussendlich auch gefunden haben.


Mit seiner Gitarre begleitet der jetzt schon altbekannte Jonas Paul, nicht nur die Suche und die schlussendliche Hochzeit der Koalitionsparter. Nein, er schleicht sich auch als Ohrwurm in die Ohren unseres Publikums und begleitet den einen oder anderen sicher noch ein Stück auf dem Nachhauseweg.


Doris Paul bringt nochmal Schwung in den fortgeschrittenen Abend und sorgt für viele Lacher während sie erklärt, wie sie mit Onlineshopping umgeht.



Es ist das, was eine Sitzung bei der Schwarzen Elf ausmacht. Es sind die ganz normalen Kleinigkeiten des Lebens die auf das vortrefflichste präsentiert werden – so auch das Narrenschiff mit Steffi Schloßbauer, Mario Roth, Moni Brand Julia & Louis Majewski, die sich dank der Umstände zu Urlaub in Deutschland aufmachen. „Balkonien“ kennt sicher jeder – doch haben wir auch schon von Fluruguay gehört? Nein?



Als letzte Nummer brachten die nur mengenmäßig abgespeckten Sunnyboyz vom Baggersee den Saal nochmal auf Hochtouren.

Diesmal mit Gesang dafür ohne Rundgang durch das Publikum, das bei "Schnüdel Helau" kräftig mit klatschte und mitsang.


5. Februar 2022
Text: Sonja Breitenbach
Bilder: Claudia Schlör, Michael Breitenbach