Männerschnupfen, Baumarktsorgen und die Kunst des Chillens

Gleich drei Aktive der Schwarzen Elf gehen einmal mehr zum Lachen in den Keller und stellen sich den kritischen Augen und Ohren der Jury des BR

Der Stückfasskeller der Residenz zu Würzburg ist auch an diesem November-Montag des Jahres in Kerzenschein getaucht und präsentiert sich altehrwürdig dem Fastnachtverband, der zur Anschausitzung des Bayerischen Rundfunks geladen hat. Es ist kalt geworden und so haben sich 16 Aktive aus den verschiedensten Regionen Frankens zur Aufgabe gemacht, dem Publikum kräftig einzuheizen.

Fast kann man etwas Aufregung spüren, aber es wird als gesund unter Künstlern bezeichnet "das Lampenfieber".
Selbst die Profis unter den Amateuren, wie zum Beispiel das "Weinbergsbäuerle" Günther Stock, sind noch über ihre Texte gebeugt um ihnen noch den letzten Schliff zu verleihen und fiebern ihrem Auftritt entgegen, während die Tanzsportgarde Veitshöcheim sich in Babys und Störche verwandelt um "den Storch 2x klingeln" zu lassen.

Zwei unserer Aktiven müssen nicht lange warten.
Ines Procter begrüßt die Gäste und gleich nach der Vorstellung des ersten Weines durch die zauberhafte Nicole Then - ein 2017er Sauvignon blanc trocken - zeigt Marco Breitenbach von der Schwarzen Elf aus Schweinfurt den Anwesenden Gästen, wie es sich mit einem solchen Wein im Glas vorzüglich "chillen" lässt.

Die Lacher auf seiner Seite hat Marco wenn er sich fragt, was denn falsch daran wäre 12 Stunden zum Ausräumen einer Spülmaschine zu benötigen? Er möchte - und es gelingt ihm mit Bravour - den anwesenden Gästen sagen: "chillt doch mal!" Das gut gelaunte Publikum belohnt unser frech-spritziges Nachwuchstalent, das wirklich nicht weiß was denn die Mutter will, wenn sie von "Pflicht" spricht, mit anerkennendem Applaus.

Doris Paul spricht mit ihrem "Männerschnupfen" - der dem Nahtoderlebnis gleichzusetzenden Erkältung der Männer - zumindest dem weiblichen Publikum nahezu aus der Seele! Applaus aus den Reihen der Frauen - "Buh-Rufe" aus den Reihen der Männer sind der Lohn einer grandiosen Bütt - unvergleichbar, einzigartig vorgetragen - und wahrscheinlich ein Ticket in die "Närrische Weinprobe". Wir drücken unserer Doris ganz fest die Daumen!

Es folgen verschiedene Künstler und Weine und die Zeit vergeht wie im Flug auch wenn sich nicht alle Akteure an das "in der Kürze liegt die Würze"-Motto halten und teilweise acht Minuten eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Gut vorbereitet übernimmt Jonas das fastnächtliche Zepter und präsentiert sein druckfrisches Werk.

"Baumarkt" wer kennt es nicht? "Schon einmal jemanden an der Information im Baumarkt angetroffen?" fragt er in seiner gewohnt frechen jedoch charmanten, fränkischen Art und findet es "schön dass er wieder da ist". Nur eine Dichtung wollte er besorgen, aber wer ihn kennt weiß, dass das sicher nicht alles ist.
Das Publikum ist begeistert - er trifft genau ins Schwarze und wird mit anhaltendem Applaus belohnt. Begeisterung zu später Stunde - für Jonas kein Problem!

Der Abend schließt im Stückfasskeller der Residenz mit einem 2017er Würzburger Stein Rieslaner Spätlese

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Session 2019.



19. November 2018