Schwarze Elf sagt Faschingsauftakt ab
Prunksitzungen im Januar mit 2G sollen stattfinden


Die Schwarze Elf der Kolpingfamilie Schweinfurt, gibt bekannt, dass die für den 13.11.21 geplante Gala zum Faschingsauftakt mit Verleihung der „Goldenen Schweineschnauze“ und Verleihung des „Till von Franken“ wegen der angespannten pandemischen Lage abgesagt wird. „In einer derart kritischen Lage ist es geboten alles zu unterlassen, was die Infektionslage verschlechtern könnte.

Eine Veranstaltung mit 150 Gästen wäre hier unangebracht“, so Gesellschaftspräsidentin Martina Schlereth. Das Präsidium und die Vorstandschaft bedauern dies außerordentlich. „Jetzt ist es an der Zeit, dass jeder seinen möglichen Beitrag zur Entspannung der Lage beiträgt. Bewusst wollen wir hier ein Zeichen setzen!“ so Sitzungspräsident Ludwig Paul.

An den Prunksitzungen zu Beginn des nächsten Jahres hält man allerdings fest. Mit strenger 2G Regel und entsprechendem Hygienekonzept will man die Situation meistern, sofern sich die Lage bis dahin gebessert hat.

Während andernorts am 11.11. die Narren auf der Straße feierten, war bei den Kolpingnarren in Schweinfurt Krisensitzung per Videoschalte angesagt. Die große fränkische Faschingsgesellschaft, die seit Jahrzehnten auch die großen Fastnachtsformate im Bayerischen Fernsehen mit ihren Aktiven bereichert, hatte eine schwere Entscheidung zu treffen.
Am Samstag 13.11.2021 sollte der große Auftakt zur Session in der Stadthalle in Schweinfurt stattfinden. Eine festliche Gala war geplant.

Die „Goldene Schweineschnauze“, ein besonderer Verdienstorden sollte verliehen werden. Zuletzt hatte diesen Margit Sponheimer das Mainzer Fassnachts-Urgestein erhalten. Der Fastnachtsverband Franken war mit seinem Ordenskanzler Norbert Schober angekündigt, um den hohen Orden „Till von Franken“ zu überreichen.

Nach intensiver Diskussion und mit größtem Bedauern hat man sich in der Vorstandschaft letztlich einstimmig entschlossen, die Veranstaltung ab zu sagen. „Wenn in ganz Bayern auf den Intensivstationen die Pflegekräfte über der Belastungsgrenze kämpfen, wenn die Infektionen rasend ungeahnte Marken nehmen, können wir nicht so tun als ginge es uns nichts an“, wird Stv. Gesellschaftspräsident Matthias Paul zitiert. „Kontakte Einschränken und die angespannte Situation nicht fahrlässig verschlimmern“, fast Adi Schön, Stadtrat und Stv. Sitzungspräsident den Grund für die Entscheidung zusammen.

Die Auftaktgala bei der Schwarzen Elf ist eigentlich der Dank an die Aktiven für die vergangene Kampagne und gleichzeitig der Ansporn für die neue Session. Dies tut den Verantwortlichen besonders Leid, dass diese Wertschätzung nun nicht weitergegeben werden kann. Aber man hat sich etwas einfallen lassen.

Statt eines kalten Buffets gibt es nun Lunchpakete, die von Präsidium, Vorstandschaft und engagierten Aktiven an die Teilnehmer ausgeliefert werden. „Essen auf Rädern“ der besonderen, kreativen Faschingsart. Am Samstag, wenn sonst der erste Tusch in der Stadthalle erklungen wäre, werden also die ersten „Lunchpakete mit Faschingshintergrund“ ausgeliefert.

An den Vorbereitungen für die Prunksitzung hält man aber dennoch fest. „Unsere drei Sitzungswochenenden im Januar sind fest eingeplant“, so Sitzungspräsident Ludwig Paul. Wir hoffen bis dahin auf eine verbesserte Lage, um dann mit 2G und einem sicheren Hygienekonzept in die Kampagne zu starten. Schließlich wäre es schade, die unzähligen Steilvorlagen aus der Politik für Büttenreden und satirische Beiträge einfach so verpuffen zu lassen.

Wenn es die Rahmenbedingungen erlauben, wäre vielleicht ein abgespeckter Auftakt am 15. Januar doch möglich und die Schweinfurter erfahren dann endlich, wer nächster stolzer Träger der „Goldenen Schweineschnauze“ sein wird.



11. November 2022
Text: Ludwig Paul