Närrisches Casting für die nächste Fastnacht-Saison

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit, in der der Fastnacht-Verband Franken (FVF) die Weichen stellt für die kommende Session. Im Hofkeller der Würzburger Residenz trafen sich deshalb Verantwortliche des FVF und des Bayerischen Rundfunks (BR) zu einer Art Casting für die Fernsehsendungen „Närrische Weinprobe“ und „Fastnacht in Franken“. Unter Echtbedingungen vor zahlendem Publikum führten Martin Rassau von der Comödie Fürth und Weinexpertin Nicole Then durch das Programm.

Vor allem bekannte Gesichter wie Fredi Breunig, Günter Stock, Heike Mix und Georg Koeniger, Klaus Karl-Kraus oder Gerlinde Heßler und Ines Procter stellten sich der Jury. Aber auch Neulinge und Nachwuchs erhielten eine Chance: Sophia Kron aus Stetten (Lkr. Main-Spessart) als Weinkönigin, Wolfgang Huskitsch aus Dorfprozelten (Lkr. Miltenberg) sowie die beiden Schweinfurter Marco Breitenbach und Jonas Paul von der Faschingsgesellschaft „Schwarze Elf“ absolvierten ihre Auftritte souverän. Musikalische und tänzerische Akzente setzten die Homburger Eselsohr'n, die Partyvögel, Silvia Kirchhof sowie Schautanzgruppen der TSG Veitshöchheim.

Der ein oder andere Arrivierte habe ein paar Prozent nachgelassen, sagte FVF-Präsident Bernhard Schlereth in einer ersten Bilanz, vielleicht weil mancher gedacht habe, er sei gesetzt. „Vor allem der Nachwuchs aber hat mich positiv überrascht, und das freut mich“, so der Veitshöchheimer. Durchaus möglich also, dass es einer der Jungen sogar nach Veitshöchheim in die Live-Sitzung schafft, vor allem der 23-jährige Jonas Paul aus Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) mit seinem trockenen Humor und seinen pfiffigen Liedern dürfte beste Chancen haben. Der Student war bereits 2014 auf den Brettern, die die Narrenwelt bedeuten. Auf diesen hatte auch schon seine Mutter Doris gestanden – 20 Jahre ist das jetzt her. Beim Casting im Hofkeller gab die Büttenrednerin der „Schwarzen Elf“ ein Comeback auf der FVF-Bühne. Ob sie mit ihrem Matratzenkauf das Ticket ins Fernsehen gelöst hat? Verraten wollen Verband und BR ihre Entscheidung noch nicht. Fest steht jedoch, dass im Januar bei der Aufzeichnung zur „Närrischen Weinprobe“ keine Helene-Fischer-Lieder im Gewölbekeller erklingen werden. Vom „Atemlos“ der Partyvögel war dann nicht nur Martin Rassau irritiert.

„Da lag offensichtlich ein Missverständnis vor, Schlagermusik wird es bei der richtigen ,Närrischen Weinprobe' nicht mehr geben“, sagte Schlereth.

Am Tag nach dem Casting traf sich die Jury in einem Würzburger Hotel, neben Schlereth und der Leiterin des BR-Studios Franken, Kathrin Degmair, war auch der verantwortliche Redakteur Rüdiger Baumann dabei. Dabei sind die Würfel gefallen: Insgesamt habe der Abend gezeigt, so Baumann, dass die 320 fränkischen Fastnachts-Vereine „hervorragende Künstler hervorbringen“.

Termine: Bayerisches Fernsehen: „Närrische Weinprobe“, Freitag, 27. Januar 2017, 19.30 Uhr. „Fastnacht in Franken“, Freitag, 17. Februar 2017, 19 Uhr.


© Quelle: MainPost Würzburg

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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