55 Jahre närrische Aktivität

Schwarze Elf ehrt Peter Stephan mit dem „Till von Franken“

 

„Brunzverreck, da geht noch was!“ – unter diesem Motto ging gewaltig was, an den drei Sitzungswochenenden der Schwarzen Elf!

Neunmal ausverkaufte Stadthalle, neunmal spitzenmäßiges Programm, neunmal zufriedenes Publikum.
Trotz der vielen Krisen weltweit – oder vielleicht gerade deshalb – ließen es sich über 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nehmen, sich rund fünf Stunden lang zum Lachen, Nachdenken und Staunen zu bringen.

 

Weil solch ein erfolgreicher Sitzungsmarathon nur dank zahlreicher engagierter Helferinnen und Helfer möglich ist, verleiht die Schwarze Elf gemeinsam mit dem Fastnacht-Verband Franken (FVF) jährlich mehrere Auszeichnungen an besonders verdiente Mitglieder.

 

Die höchste dieser Auszeichnungen – der Till von Franken – wird pro Faschingsgesellschaft nur einmal im Jahr verliehen. In diesem Jahr erhielt Peter Stephan diesen ehrenvollen Sonderorden.
Sage und schreibe 55 Jahre Bühnenerfahrung kann Stephan vorweisen. Bereits als 10jähriger wirkte er bei der Turner-Akrobatik-Show mit. Als junger und leichtester Turner war er der, der bei den drei, teils vierstöckigen Pyramiden stets als letzter ganz an die Spitze musste. In der Turngruppe war er bis 1977 aktiv. Seit 1978 bis heute ist er in der Tanzgruppe, zunächst als Tänzer, dann als Betreuer und Requiisiteur. Peter ist bis zum heutigen Tag als treue Seele und stets erreichbarer Helfer, nicht nur bei den Auftritten sondern auch das ganze Jahr über verlässlich bei den Proben dabei.

„Peter Stephan ist ein Aktiver, der die Liebe zur Fastnacht, zu unserem Brauchtum und zu den Menschen die dafür stehen, lebt und in tiefem Herzen verwurzelt hat. Für seine verlässliche, in höchstem Maße ungewöhnlich lange Treue und seine bis dato uneingeschränkte tatkräftige Unterstützung hat er diese Auszeichnung verdient“,
so Sitzungspräsident Ludwig Paul.

 

Die zweithöchste Auszeichnung – und eine der Voraussetzungen, um irgendwann den Till von Franken erhalten zu dürfen – ist der sogenannte Verdienstorden des FVF. Diesen erhielten von der Schwarzen 11 in dieser Session Johanna Koch und Mario Roth.

Johanna Koch - aktiv seit 1997 - begleitete zunächst als Schalksnarr allabendlich die Aktiven auf die und von der Bühne, vollzog die Ehrungen und wirkte als Regieassistenz als Bindeglied zwischen Bühne und Backstage. Von 2007 - bis heute betätigt sie sich, durch ihre Ausbildung als Special-Make-Up-Artist inspiriert, als Requisiteurin für Spezialeffekte und Stylistin für Büttenredner, d.h. vom lebensechten Steckenpferd über Accessoires für die Verkleidung des Bundeswirtschaftsministers bis zum Entwurf und Herstellung der Goldenen Schweineschnauze (Sonderorden der Schwarzen Elf) ist sie zur Stelle wenn es um Gestaltung mit Stil und Kreativität geht.
Von 2014 -2018 war sie zusätzlich Elferrätin. Seit 2018 ist sie kreative Säule der Gruppe "Pixelschubser" in deren Verantwortung es liegt, die LED Bühnenwand über die fünf Stunden Sitzungszeit passgenau zu bespielen.

Mario Roth ist seit fast 20 Jahren aktiv auf der Bühne der Schwarzen Elf. Seit 2006 bei den Turnern und zeitweise dem Männerballet bei zwei Auftritten je Sitzungsabend, einige Jahre sogar noch als Tänzer in der Tanzgruppe deren organisatorische Leitung er 2019 übernahm. Seitdem ist er auch Mitglied der Vorstandschaft. Seit 2013 ist er in der Formation "Das Narrenschiff" in der Satire-Gesangs-und Sketchnummer mit dabei und steht auch bis heute zweimal pro Abend auf der Bühne.

 

Auch den Sessionsorden des FVF erhalten jedes Jahr zwei verdiente Mitglieder der Schwarzen Elf. In dieser Session waren dies Linda Seidelmann und Franziska Schlereth.

Linda Seidelmann ist langjährige Helferin in der Bühnentruppe und zeigt dort überaus großes Engagement.

Franziska Schlereth, die seit langem in der Turn- und Tanzgruppe tanzt, hat vor zwei Jahren zusätzlich das Amt der Kassiererin der Kolpingfamilie und somit auch der Schwarzen Elf übernommen. Ihren unermüdlichen Einsatz dafür, dass der finanzielle Hintergrund der Kolpingfamilie auf moderne Beine gestellt wird, quittierte die Schwarze Elf mit der Verleihung des Sessionsordens.

Text: Jonas Paul
Fotos: mb

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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