Ein Clown im Gotteshaus

Leichtfüßig springt der zierliche Clown durch das Gotteshaus. Die Glöckchen an seinem Kostüm stimmen dabei ein ins Orgelspiel von Peter Rottmann.

MÜNNERSTADT · Am Faschingssonntag konnten die Gottesdienstbesucher einen etwas anderen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche erleben. Stadtpfarrer Pater Markus Reis predigte traditionell zu diesem Anlass in Reimform. Erstmals begleitete ihn zudem ein Schalksnarr, der seine Worte mit Gesten untermalte. Im Kostüm des Clowns steckte Ann-Sophie Herbert von der Schwarzen Elf in Schweinfurt. Passend zu den Reimen von Pater Markus machte ihr Auftreten aber auch deutlich, dass in der Kirche jeder Mensch willkommen ist - mit allen seinen Stärken und auch Schwächen.

Experiment gewagt

"Gott sucht nicht den Helden in Dir", so die Botschaft von Pater Markus. Beim Clown Ann-Sophie Herbert bedankte sich Pater Markus Reis am Ende des Gottesdienstes, dass sie dieses Experiment für einen Gottesdienst gewagt hat, auch wenn es durchaus ungewöhnlich sei.

Parallel zum närrisch-festlichen Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche waren die Kleinsten der Gemeinde in der Kinderkirche zusammengekommen. Am Ende holte der Schalksnarr die verkleideten Buben und Mädchen zum gemeinsamen Schlusssegen in die Stadtpfarrkirche. Dort überreichten die Kinder an Pater Markus und an Ann-Sophie Herbert Gute-Laune-Tütchen zur Stärkung für die Faschingstage.




© Heike Beudert
© Foto: Heike Beudert
© Quelle: MainPost Münnerstadt

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner