Totengedenken 2018

Liebe Freundinnen und Freunde,

schon oft haben wir uns hier getroffen bei Wind, bei Nebel und trübem Wetter.
Heute genießen wir nach regnerischen Tagen ein wenig Sonne, freuen uns an Stückchen blauen Himmel, genießen die frische Luft Wir haben uns wieder einmal hier versammelt, weil wir in einer lauten Zeit uns die Stille geben wollen, um zu hören, um in uns zu hören und dabei jener zu gedenken, die aus unserer Gemeinschaft von uns gegangen sind.

Es sind diejenigen, die mit uns gemeinsame Wegstrecken gegangen sind, es sind aber auch die, die wir nur flüchtig, vielleicht nur aus Erzählungen, oder aber auch vielleicht gar nicht gekannt haben.

„Jedem Gedanken wohnt eine entsprechende Wirkung inne“
hat der persische Mystiker und Gelehrte Rumi bereits im Mittelalter festgestellt.

So wird auch unser Gedenken nicht ohne Wirkung bleiben.
Wirkung im Gedenken, weil, ob wir sie nun gekannt haben oder nicht, uns alle etwas eint:

Die Freude am Freude bereiten, die Überzeugung mit unserem Tun ein kleines Stück Hoffnung in die Welt zu tragen. So wie die Sonne an diesem einen Morgen, einem von 365 eines Jahres.

Dabei dürfen wir den Blick durchaus auch auf uns lenken, Freude bereiten wir nicht nur den Menschen im Publikum, Freude bereiten wir auch uns, durch den Spaß an der Gemeinschaft, durch die Freude am Erfolg, durch die Stärkung am Gelingen.
Gelingen kann es aber nur, wenn alle ihren Beitrag leisten. Die Verstorbenen, derer wir heute gedenken, haben alle ihren ganz persönlichen Beitrag geleistet. Das wollen wir nicht vergessen, dem zollen wir Anerkennung, das wollen wir achten.

Der evangelische Theologe Jürgen Moltmann hat einmal gesagt:
„Wer einen Menschen wieder zum Lachen bringt, der schließt ihm das Himmelreich auf“.

Wir gedenken derer, die uns ins Himmelreich voraus gegangen sind, die ihren Beitrag, in welcher Form auch immer, dazu geleistet haben, bereits hier auf Erden dem ein oder anderen wieder das Tor zum Himmel ein Stück zu öffnen.

Heute sind dies besonders Max Klinger und Elisabeth Pfennig, die uns im letzten Jahr verlassen haben.

Wir vertrauen dabei in unserem Glauben an einen Gott, im Vertrauen auf das Gebet und im Vertrauen auf unsere Gedanken, denen hier und jetzt, in dieser Gemeinschaft, eine entsprechende Wirkung inne wohnt.

So wollen wir beten, Vater unser….