Überraschend „goldiger“ Auftakt zur Session 2018
„Da mächsd was mit“

Zwei ganz besondere Ehrungen gab es am 11.11.2017 zum traditionellen Start in die Kampange im Kolpinghaus.

Georg Hümpfer und Peter Kuhn wurden für ihr Wirken vergoldet. Peter Kuhn wurde mit der „Goldenen Schweineschnauze für schlagfertige Rede und freche Schnauze in der fränkischen Fastnacht“ ausgezeichnet.

Anschließend wurde Georg Hümpfer durch Überreichung des Till von Franken in Gold durch Bernhard Schlereth, den Präsidenten des Fastnachtsverbandes Franken persönlich, in den Olymp der Narren Frankens erhoben
.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßt Georg Hümpfer alle Mitglieder herzlich mit eigens gereimten Versen, die er vor 28 Jahren zu seiner ersten Begrüßung als Gesellschaftspräsident zum Besten gab.

Schnell habe er das Reimen wieder verworfen um diese Kunst des Büttenredenschreibens Menschen zu überlassen die das besser können, wie er selbst sagte.

Just am selben Abend war es auch, so ergaben seine Recherchen, dass es das letzte Mal ein Spanferkel als Auftaktessen gab. Die Entscheidung in diesem Jahr einmal wieder gut bürgerlich zu essen war schnell gefasst und so wurde die Traditionsmetzgerei Geeb mit der Verköstigung unserer nahezu 120 Mäuler beauftragt.
Fachmännisch zubereitet und tranchiert durch den Junior der Traditionsmetzgerei.

Dass dieser lukullische Gaumenschmauß nur die Ouvertüre zu einem Abend voller Höhepunkte sein sollte, wusste zu diesen Zeitpunkt noch niemand.

Im Anschluss an die „schweinischen“ Genüsse ergriff unser Sitzungspräsident das Wort, um eine Laudatio, die ihres Gleichen sucht, auf den nicht wenig überraschten Preisträger des diesjährigen Sonderordens „Die goldene Schweineschnauze“ zu halten.
Kein geringerer als Peter Kuhn darf sich nun als Zweiter in die Trägerschaft einreihen. Die Auszeichnung für „schlagfertige Rede und freche Schnauze“ - so sind sich alle Anwesenden einig - ist überaus gerechtfertigt.

Sichtlich gerührt nahm Peter seinen Preis an. „Diese Auszeichnung sollte einmalig bleiben, wir hatten eigentlich einen Sonderorden geschaffen, damit Du mal einen Orden hast, den ich nicht bekommen kann“ hielt er seinem Sitzungspräsidenten entgegen. Trotzdem freue er sich sehr über diese Würdigung durch „seine Schwarze Elf“.

Jedoch nicht genug der Überraschungen. So stand Bernhard Schlereth unvermittelt am Rednerpult.Gerne komme er immer wieder in die Hochburg des fränkischen Faschings nach Schweinfurt. Schnell wurde aus seinen Worten klar, dass er an diesem Abend aber auch dienstlich agierte. Eine ganz besondere Auszeichnung war zu vergeben. Geehrt und ausgezeichnet wurde derjenige, „der immer zuerst den Saal betritt – der, der immer als letztes geht“, „derjenige, der den ganzen Laden zusammenhält und heute noch 5.000 Karten in der Session ohne Computer verkauft“ wie Schlereth in seiner Laudatio betonte.

Unser Gesellschaftspräsident Georg Hümpfer wurde für seine unermüdliche Arbeit für die Schwarzen Elf, aber auch für seine Verdienste rund um die Erhaltung der Fränkische Fastnacht mit dem GOLDENEN TILL VON FRANKEN ausgezeichnet.

Dieser Orden ist die höchste Auszeichnung des Fastnacht-Verbandes-Franken und das Symbol für das Verbandsgebiet. Er wird pro Bezirksverband,hier also Unterfranken, nur einmal pro Jahr vergeben. Georg ist nach Hans Driesel und Bruno Wawrzik bereits der dritte Preisträger in unseren Reihen.
Dies dürfte einzigartig in der Geschichte der fränkischen Fastnacht sein, dass diese Auszeichnung dreimal im selben Verein vergeben wurde, spricht aber auch für die langjährige und überaus hohe Qualität der Schwarzen Elf.

Überrascht, jedoch in seiner gewohnt bescheidenen Art hält Georg es doch für „eine Selbstverständlichkeit“ stets über „die Maßen“ engagiert zu sein, er könne ja schließlich nicht etwas von anderen verlangen, was er selbst nicht bereit wäre zu geben. Er nehme diese Auszeichnung auch stellvertretend für alle Aktiven der Schwarzen 11 an.

Mit rührenden Dankesworten an den Verleiher und „last but not least“ an seine Frau Ingrid, die ihn immer unterstützt und auch aus dem ein oder anderen Tief mit den Worten „Du kannst doch net so faul da rumhock‘“ herausgeholt habe, bedankt sich Georg beim Überbringer und allen Anwesenden.

Stehende Ovationen der Mitglieder begleitet von langanhaltendem Applaus unterstreichen sehr deutlich, dass der Goldene Till in den Augen aller Anwesenden einen mehr als würdigen Träger gefunden hat.

Wir sind stolz auf unseren Ordensträger und wünschen ihm noch viele weitere aktive Jahre! Georg selbst verspricht verschmitzt: „Jetzt bin ich schon 76 Jahre alt – jetzt schaff ich die 80 auch noch, aber dann höre ich auf, versprochen!“ Allen Aktiven, auf und hinter der Bühne, im Vorstand, im Elferrat oder ganz egal wo sie sich engagieren, heute schon ein herzliches Dankeschön!

„Da mächsd was mit“ verspricht auch im Jahr 2018 in 64-jähriger Tradition ein Erfolg zu werden. An neun Sitzungsterminen machen die Narren der Schwarzen Elf wieder einmal die Stadthalle unsicher:


Text: Sonja Breitenbach & Ludi Paul