Sensationeller Auftakt in die Session 2018 der Schwarzen 11 Schweinfurt
„Da mächsd was mit“ mit den Kolpingsnarren

Vom 12. bis 14. Januar 2018 starteten die Kolpingsnarren in die 5. Jahreszeit. Kunterbunt und bei bester Laune sammeln sich die weit über 200 Aktiven die Lamettareste aus den Haaren und präsentieren ein sensationelles Auftaktwochenende das Lust auf weitere zwei Wochenenden macht.

Die Show beginnt mit modernster Technik, Countdown und Lasershow, zum Showstart. Mit dem Einzug Stadtpfeifern gelingt der Spagat zwischen „supermodern“ und Tradition. Unser Sitzungspräsident, Ludwig Paul ist bei bester Laune und begrüßt das Publikum in seiner gewohnt frechen und witzigen Art.

Der Hausmeister von der Stadthalle, alias Helmuth Backhaus, investiert ab sofort in Wertpapiere und findet sein finanzielles Glück im Sammeln von Pfandflaschen, denn die verlieren nicht an Wert.

Ein Erlebnis sind die immer wechselnden Garden die Abend für Abend den Besucher in eine militärische Persiflage entführen und mit dem Schautanz und Tanzmariechen zu späterer Stunde verzaubern.

Nachwuchstalent Marco Breitenbach steht mittlerweile zum 4. Mal in der Bütt und will eigentlich nur „chillen“. „Chillen ist eine Philosophie“, so behauptet er und wirbt um Verständnis bei der älteren Generation.

Die Turner treffen sich in diesem Jahr auf dem Bau und sorgen bei manchem Besucher für kurzzeitige Atemaussetzer. Meisterhafte Akrobatik, Hebefiguren eingebunden in die Kulisse einer Baustelle fesselt die Augen der Besucher auf den jungen Männern und Frauen die turnerische Höchstleistungen und phantastische Körperbeherrschung zum Besten geben.

Ein farbenfrohes Spektakel wird und von der Turn- und Tanzgruppe präsentiert. Angefangen bei den kleinsten Aktiven der Schwarzen 11, die als zuckersüße Geschenke oder TV-Geräte das Herz aller Besucher höher schlagen lassen, über die Teenies die ihrer Fußballleidenschaft fröhnen dürfen, bis hin zu den „Senioren“ – die ja gar keine sind – die eine flotte Sohle auf’s Parkett legen.

Doris Paul, mittlerweile schon ein Urgestein der Kolpingsnarren, kommt ohne Personenschutz aus, obwohl sie sich dem heikelsten aller Themen widmet: Dem Männerschnupfen! Unverblümt und perfekt pointiert reißt sie die Besucher mit, die sich vor Lachen biegen. Der Männerschnupfen ist jedem wohlbekannt – den Frauen, die Doris nickend folgen – aber auch den anwesenden Herren scheint diese kleine fiese Krankheit ein Begriff zu sein. Die männlichen Buhhh-Rufe, die durchaus als Beifall zu werten sind, werden vom tosenden Applaus der Damen übertönt.

Hauptsach‘ gsund ist das Motto der Narrenschiffgruppe. Monika Brand, Stefanie Schloßbauer, Julia Majewski, Mario Roth und Louis Majewski haben sich die Ernährung vorgenommen. Vegan, vegetarisch, gluten- und laktosefrei. Wie wären Hänsel und Gretel denn heute unterwegs – im Zeitalter von Unverträglichkeiten? Was wäre wenn die abendliche Pizzabestellung laktosefrei, kohlehydratfrei, kalorienarm und gut verträglich sein muss? Gekonnt witzig klären die fünf die Besucher über die Tücken der vermeintlich gesunden Ernährung auf.

Über das Stadtgeschehen berichten – erst in diesem Jahr eingeflogen die Nil-Gans Martina Mottl und die Kanada-Gans Louis Majewski. Frech und schnatterhaft wie die Gänse am Baggersee so sind, berichten sie uns über Schweinfurter Schnüdel, das Vogelschutzhäusle, dass zum „goldenen Scheißhäusle“ umgebaut wird und die „Erst teuer sanieren und dann niederreißen-Politik“ der Schweinfurter Stadtväter.

Peter Kuhn tritt als Chemiker der Kläranlage in die Bütt und widmet sich den Mikroorganismen die im Klärbecken für Belebung sorgen. Aufgrund der Führungslosigkeit widmet er sich nun selbst dem Publikum und vermischt schwarzen Kohlenstoff mit gelbem Schwefel und grünem Chlor. Zeigt sich dann doch erstaunt über das plötzliche Absetzen des Schwefels in der Mischung. Peter schafft es einmal mehr die Politik in gekonnter Wortakrobatik zu verpacken und die Besucher zu begeistern.

Zur Baubesprechung eingeladen haben Manfred Göbel, Thomas Spath und Sonja Breitenbach und präsentieren dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen.

Mit zarten 37 Jahren fragt sich Fabian Wahler was jetzt wohl noch kommt. „37 und was jetzt“? Humorvoll nimmt er sich selbst und andere auf die Schippe und schafft es zu später Stunde das Publikum für sich zu begeistern. Sitzungspräsident Ludi Paul erlaubt ihm den Abgang über die Bühne nach links und erspart ihm den Weg durch den Saal, da er aufgrund des letzten Witzes um seine Gesundheit besorgt ist.

Jonas Paul, der charismatische Frankenbarde, reißt die Besucher wieder einmal aus den Sitzen. Deutliche Worte hat er für das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017. Trotz der kritischen Einlage erliegen die Besucher dem Charme des jungen Musikers und lassen sich zum Mitsingen begeistern.

Die Sunnyboys vom Baggersee reißen ein letztes Mal die Narren von ihren Plätzen, bevor sie sie mit wunderbar schrägen und lauten Songs liebevoll nach Hause schicken.

Das Resümee ist einfach: Der Auftakt war sensationell, kunterbunt, phänomenal und phantastisch – wir freuen uns auf noch zwei weitere Wochenenden:

Karten gibt’s hier


Text: Sonja Breitenbach