Schwarze Elf news


 

Donnerstag, 12. Mai 2016

Bewährtes Team soll Erfolgskette der Kolpingsnarren fortsetzen

Schwarze Elf investiert in die Zukunft und baut dabei weiter auf die Stadthalle

SCHWEINFURT • Turbokonversion – Neubau einer Stadthalle? „Ich bin davon überzeugt, dass wir 2025 immer noch in der Stadthalle sind“, zeigte sich der Gesellschaftspräsident der Schwarzen Elf Georg Hümpfer davon überzeugt, dass es mit einem Umzug von Schweinfurts größter Faschingsgesellschaft nicht ganz so schnell gehen wird. Die Stadt habe auch den Vertrag mit dem AfZ für die Stadthallte bis 2018 verlängert. Darauf seinen 80.-ten Geburtstag in der Stadthalle zu feiern, freut sich der Dittelbrunner daher schon.

Wiedergewählt als sein Stellvertreter wurde Matthias Paul, der ein makelloses Wahlergebnis einfuhr. Die Rahmenbedingungen die „Erfolgskette“ (Hümpfer) der Kolpingsnarren sind mit über 5.000 Besuchern in der letzten Saison hervorragend: Die problemlose Überbrückung selbst eines Stromausfalls während einer laufenden Sitzung habe gezeigt, dass der Zusammenhalt der Truppe so stark sei, dass man auch mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten mühelos fertig werden könne. Der Handstand des – ebenfalls einstimmig wiedergewählten – Sitzungspräsidenten Ludwig Paul steht nun für alle Zeit sinnbildlich dafür, was für Kräfte die Schwarze Elf entfalten kann, wenn es mal eng wird. Und der Erfolg der Schwarze Elf-Stars bei Auswärtsauftritten und die Einladungen zu TV-Faschingssendungen, wie Fasching in Franken, unterstreicht die bundesweite Beliebtheit und die Qualität der eigenen Akteure. „So reibungslos, wie das bei uns läuft, läuft es nicht bei jeder Faschingsgesellschaft“, sagte Hümpfer von den über 30 anwesenden Vereinsmitgliedern. Daher investiere man weiter in die Zukunft – nächste Saison wird es eine neue Deko geben und der Kauf von Videoleinwänden werde geprüft.

Die weiteren Wahlen des Vorstandes erbrachten folgendes Ergebnis: Als stellvertretender Sitzungspräsident wurde wieder Thomas Wildanger, als Schriftführer der Ordenskanzler Franz Pfennig wiedergewählt.

© Christopher Richter
© Foto: Christopher Richter

 

Montag, 08. Februar 2016

Schalksnarr der Schwarzen Elf beim Faschingssonntag-Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche in Münnerstadt

MÜNNERSTADT · Pater Markus Reis, Stadtpfarrer von Münnerstadt, war als Gast am 23. Januar 2016 die der Sitzung der Schwarzen Elf. Doch nicht der Stromausfall an diesem Abend war das einschneidende Erlebnis. Unter anderem war er, wie er in einer Mail an die Schwarze Elf schrieb, fasziniert „von der jungen Dame, Harlekin, die mit entsprechenden, und passenden Gesten oder Mimik die gerade bestehende oder angesagte Atmosphäre ausgedrückt hat“. Daraus erwuchs bei ihm die Idee, dies auch in der Predigt am Faschingssonntag umzusetzen. Der Schalksnarr, so der offizielle Titel des „Harlekin“, Ann-Sophie-Herbert war auch spontan bereit, dieses Experiment zu wagen und diese Rolle zu übernehmen. Nach Absprache per Mail und einem Vorgespräch war es am Faschingssonntag soweit. Zu Beginn des Gottesdienstes zog Ann-Sophie mit Pater Markus ein. Vor dem Riemenschneideraltar ergänzte sie die wohlgereimte und in ihren Aussagen tiefgründige Predigt von Pater Markus mit Mimik und Gestik. Pater Markus stellte den Menschen, in den Vordergrund seiner Predigt: “Doch jedem sagt Gott: Wie du bist brauch ich dich. Ich such nicht nen Helden, nein, dich als Mensch suche ich.“

Schließlich sammelte der Schalk mit hellem Glöckchenklang den Klingelbeutel ein und holte die Kinder von der Kinderkirche ab. Ein gelungenes Zusammenspiel von Schalksnarr und Liturgie.

Vielen Dank an Ann-Sophie und auch an Pater Markus für den Mut zu dem gelungenen Experiment und den schönen Gottesdienst.

Hier die Predigt von Pater Markus zum Download

© Ludi Paul
© Fotos: Ludi Paul
© Quelle: Schwarze Elf

 

Sonntag, 07. Februar 2016

Münnerstadt: Ein Clown im Gotteshaus

Leichtfüßig springt der zierliche Clown durch das Gotteshaus. Die Glöckchen an seinem Kostüm stimmen dabei ein ins Orgelspiel von Peter Rottmann.

MÜNNERSTADT · Am Faschingssonntag konnten die Gottesdienstbesucher einen etwas anderen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche erleben. Stadtpfarrer Pater Markus Reis predigte traditionell zu diesem Anlass in Reimform. Erstmals begleitete ihn zudem ein Schalksnarr, der seine Worte mit Gesten untermalte. Im Kostüm des Clowns steckte Ann-Sophie Herbert von der Schwarzen Elf in Schweinfurt. Passend zu den Reimen von Pater Markus machte ihr Auftreten aber auch deutlich, dass in der Kirche jeder Mensch willkommen ist - mit allen seinen Stärken und auch Schwächen.

Experiment gewagt

"Gott sucht nicht den Helden in Dir", so die Botschaft von Pater Markus. Beim Clown Ann-Sophie Herbert bedankte sich Pater Markus Reis am Ende des Gottesdienstes, dass sie dieses Experiment für einen Gottesdienst gewagt hat, auch wenn es durchaus ungewöhnlich sei.

Parallel zum närrisch-festlichen Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche waren die Kleinsten der Gemeinde in der Kinderkirche zusammengekommen. Am Ende holte der Schalksnarr die verkleideten Buben und Mädchen zum gemeinsamen Schlusssegen in die Stadtpfarrkirche. Dort überreichten die Kinder an Pater Markus und an Ann-Sophie Herbert Gute-Laune-Tütchen zur Stärkung für die Faschingstage.

© Heike Beudert
© Foto: Heike Beudert
© Quelle: MainPost Münnerstadt

 

Dienstag, 19. Januar 2016

"Dunkelsitzung"

Auch Gründungsmitglieder bestätigten: So etwas hat es in der über 60 jährigen Geschichte der Schwarzen Elf noch nicht gegeben!

SCHWEINFURT · Auch Gründungsmitglieder bestätigten: So etwas hat es in der über 60 jährigen Geschichte der Schwarzen Elf noch nicht gegeben: Totalstromausfall! Durch einen Trafobrand im Umspannwerk Oberndorf waren Teile der Stadt und somit auch die Stadthalle komplett ohne Strom.

Die Ereignisse aus Sicht des Sitzungspräsidenten:

Chronologie eines Stromausfalls – Bericht aus der Stadthalle, Samstag 16. Januar 2016:

Ca. 23:10 Uhr Alles läuft normal, Peter Kuhn ist in der Bütt, die Pointen sitzen, das Publikum ist dabei, ein großer Schlussapplaus wird ihm sicher sein. Nächster Programmpunkt sind die Ehrungen, Dr. Anja Weißgerber, MdB, Kathi Petersen, MdL und Dr. Roland Krieg, ein Freund aus Mainz, vom MCV. Es wird eine interessante und sicherlich unterhaltsame Ehrung werden. Plötzlich bricht die Rede von Peter Kuhn ab, sämtliche Scheinwerfer sind aus, nur eine vergleichsweise schummrige Beleuchtung, die für einigermaßen Übersicht sorgt. Mir ist klar, hier ist nicht aus Versehen ein Stecker gezogen worden oder mal eine Sicherung ausgefallen, das ist etwas Größeres, denn alle, auch voneinander unabhängige Beleuchtungen, Bühne, Saal, Dekoration, alles ist aus. Im ersten Moment gebe ich der Musik Zeichen, einen Schunkler zu spielen, aber sie spielen nicht, klar sie haben auch keinen Strom.

Peter ist inzwischen aus der Bütt und unterhält das Publikum mit turnerischen Gesten. Lustig!

Ich gehe von meinem Platz, will vor an die Bühnenkante, nur von hier aus kann man das Publikum auch ohne Lautsprecher erreichen. So wie sich die Situation darstellt, ist das etwas Größeres, notfalls muss vielleicht sogar der Saal geräumt werden. Von der Bühnenseite bekomme ich schon die Information, dass nicht nur in der Stadthalle, sondern auch auf der Straße im ganzen Viertel kein Strom mehr da ist. Eine Information, die ein Stück weit beruhigend ist. Wenn der Stromausfall von außen kommt, besteht Hoffnung, dass es vielleicht bald wieder Strom gibt. Wir müssen die Zeit überbrücken. Mir fällt Fredl Fesl ein, der hatte in einem Konzert als vierte Zugabe, als er nichts mehr spielen wollte, einfach einen Kopfstand gemacht. Kopfstand konnte ich auch mal, ich werde es wieder versuchen!

Noch war die Aufmerksamkeit der Leute, durch die Aktionen von Peter, auf der Bühne. Das musste unbedingt so bleiben, denn nur dann konnte ein ungeordnetes Agieren oder gar panikartige Handlungen vermieden werden. Also gab es Standup Comedy! Ich informierte das Publikum, dass überall Stromausfall war und dass ich jetzt etwas tun werde, was ich seit 1985 nicht mehr gemacht habe: nämlich einen Handstand! Gejohle! Es scheint zu funktionieren, jetzt also den Handstand zelebrieren, möglichst viel Zeit gewinnen. Peter macht mit, agiert als mein „Assistent“, das Publikum ist dabei, kommentiert, eine Besucherin wird unfreiwillig von Peter als Helferin mit auf die Bühne geholt, das Publikum ist begeistert.

Von links unten kommt plötzlich ein Tusch! Die „Sunnyboys vom Baggersee“, eigentlich Schlussnummer mit brassiger Blasmusik, haben sich formiert, stehen im Saal bereit. Was ich später erfahre: sie haben die Situation erkannt, kein Strom keine Musik! „Hier hilft nur noch „Pressluft“!“ war der Ausspruch und sie haben ihre Instrumente ausgepackt! Auch Klemens Hoffelner von der Band hat sein Schifferklavier ausgepackt, das er immer dabei hat, obwohl er Keyboard spielt. Klasse, wir haben wieder Musik! Das ist gut, wieder eine Möglichkeit, Zeit zu gewinnen.

Plötzlich ist ein Bauscheinwerfer da, ohne Kabel auf Akku Basis. Unsere karnevalistischen Gäste vom RCV Roth hatten ihn dabei für ihren Schautanz und haben ihn spontan wieder ausgepackt. Ein Helfer unserer Bühnentruppe hält ihn hoch und agiert sozusagen als lebendes Stativ. Hinterher hat er mir gesagt: „Ich hab gedacht mir fallen die Arm‘ ab, lang hätt ich’s nimmer ausgehalten!“ Eine tolle Truppe! Wir haben also auch wieder Bühnenbeleuchtung!

Wir ziehen die Handstandnummer durch, es macht Spaß, das Publikum ist dabei.

Die Sunnyboys ziehen nun mit Einzugsmarsch auf die Bühne, ich informiere Jonas schon beim Einlaufen auf der Bühne, dass sie anschließend den „Vogelbeerbaum“ spielen sollen. Ein „Lumpeliedla“, das sie heuer ohnehin im Repertoire haben und bei dem das Publikum mitsingen kann, so ist das Publikum unterhalten und eingebunden.

Ich werde in den Sprechpausen immer wieder mit Informationen versorgt. Es heißt, auch Umlandgemeinden wie Dittelbrunn haben keinen Strom. Ich gebe die Infos ans Publikum weiter. „Auch Dittelbrunn ist ohne Strom“ schreie ich laut, „es wird vermutet….“ Ich spreche in kurzen Abständen, ich rufe laut mit den Händen am Mund, dass mich alle hören können, „es wird vermutet…die Hambacher sitzen auf der Leitung“ Die Pointe sitzt! J Das Publikum ist dabei, so langsam werden alle zu einer eingeschworenen Gemeinschaft.

Das Licht, das die Stadthalle in einer tauglich hellen Schummrigkeit liegen lässt, ist , wie ich jetzt erfahre, die Notbeleuchtung, die bei Stromausfall automatisch einspringt. Die Batterien halten, ca.3h, wird mir gesagt. Die Versorgung mit Infos ist super, ich gebe sie immer in humorvoller Weise ans Publikum weiter.

Wir sind soweit und wollen den Vogelbeerbaum singen, da bekomme ich ein Mikrofon in die Hand gedrückt und….das ist fast wie ein Wunder: Es funktioniert! Ich bin deutlich überrascht und beeindruckt. Hintergrund, wie ich später erfahre: Auch die Stadthalle eigenen, im Saal eingebauten Lautsprecher, die wir normalerweise nur für den Pausengong benutzen, haben eine Notversorgung! Prima, ein Hoch auf unsere gute alte Stadthalle! Unsere Tontechniker, allen voran Pit, haben es geschafft, die uralten Mikrofone flott zu machen. Ich habe ein Mikrofon, das funktioniert. Super denke ich mir, mit Sitzungskapelle und Mikrofon können auf jeden Fall alle Redebeiträge problemlos durchgezogen werden.

Das Publikum jubelt, als plötzlich meine Stimme durch’s Mikrofon erklingt! Wir singen den Vogelbeerbaum, ein schönes fränkisches Liedla, die Sunnyboys ziehen sich zurück, eine kleine Einheit bleibt als „Sitzungskapelle“ auf der Bühne. Ich sage Peter Kuhn an, der seine Rede fertig macht. Vorher frage ich ihn noch, Peter, wo machst du weiter? Er, fast verwundert über diese Frage: „Na da wo ich aufgehört habe!“ Ich hätte nach all dem Trubel nicht mehr gewusst, wo ich aufgehört habe, das ist halt Peter Kuhn: Perfekt!

Ich kehre während der Rede an meinen Platz im Elferrat zurück, mittlerweile ist sogar schon ein zweites Mikrofon da, das geht, wie machen das diese Teufelskerle von der Technik? Während der Rede von Peter Besprechung mit Thomas Wildanger, meinem Vizepräsident. Er versorgt mich mit Informationen, obwohl er gerade erst auch bei den Sunnyboys als Trompeter dabei war. Das Männerballet kann auch auftreten, erfahre ich. Die Boys haben zu Probezwecken einen alten Gettoblaster, der mit Akku geht, d.h. über die Mikrofone ist eine Musikeinspielung möglich. Perfekt! Damit kann das Programm fast regulär ablaufen. Fabian Wahler ist als nächster Redner dran. Dann Jonas mit Gitarre. Auch das klappt, weil mittlerweile ein drittes Mikro flott ist, mit dem die akustische Gitarre abgenommen werden kann. Es läuft!! Zwar mit Bauscheinwerfer und menschlichem Stativ und knisternder Tonqualität, aber es läuft!!!! Verrückt ich bin begeistert und unheimlich stolz auf diesen verrückten Haufen, der sich „Schwarze Elf“ nennt.

Ich muss raus zum Umziehen für „Stasi und Blasi“. Im Halbdunkel ziehe ich mich um und erfahre dabei, was so alles hinter der Bühne gelaufen ist. Matthias und Adi haben als Krisenstab im Hintergrund alles geregelt, waren ständig mit allen in Kontakt, haben sich mit den anwesenden, für die Sicherheit zuständigen Feuerwehrleuten permanent abgesprochen, sind gewuselt und rotiert, dass alles klappt. Was ich auch später erst erfahren habe: Der „Krisenstab“ hat auch schon für den Fall vorgesorgt, dass wir einen totalen Stromausfall, selbst ohne Notlicht, hätten. Ganze Trupps von Aktiven, ausgerüstet mit Taschenlampen, die von Zuhause oder aus Autos geholt wurden, standen bereit, um im Fall des Falles im Saal für Licht zu sorgen. Zwei PKW wurden vor der Stadthalle geparkt um notfalls die Treppe und den Ausgang ausleuchten zu können, damit die Stadthalle sicher geräumt werden könnte. Es war für alles gesorgt! Wow! Wie toll. Dann plötzlich, während des Vortrages von Jonas, gerade an der Stelle als er von den Geldscheinen als „Universal-Schein, der für alles gilt“ um sich wirft, geht das Licht an, der Strom ist wieder da. Jonas kommentiert schlagfertig: „Da seht ihr, was so ein „Schein-Werfer“ alles bewirken kann!“

Strom ist da, die Sitzung kann noch beruhigt und ohne Komplikationen weitergehen und endet, fast pünktlich mit nur ca. 15 min Verspätung um 0:45 Uhr.

Alle haben ohne großes Aufhebens und ohne in Panik zu verfallen, jeder an seinem Platz mit seinen Fähigkeiten, dazu beigetragen, dass dieser Stromausfall bravourös gemeistert wurde. Was für eine tolle Gemeinschaft!!!!

Am nächsten Morgen, als ich den Text für das diesjährige Totengedenken formuliere, fällt mir dieses Zitat von Cicero zu, das auf die vergangene Nacht passt, wie kein anderes:

„Sichere Freunde erkennt man in einer unsicheren Situation“ wie wahr!

PS: Für Freitag 22.01. und Sonntag 24.01. gibt es noch Karten bei Georg Hümpfer, 09721/45986

© Ludi Paul
© Fotos: Claudia Schlör
© Quelle: Schwarze Elf

 

Montag, 18. Januar 2016

Stromausfall: Bei Peter Kuhn ging's Licht aus

SCHWEINFURT · „Wenns läfft, dann läffts“, lautet das Faschingsmotto der „Schwarzen Elf“. Am Samstagabend allerdings ist bei den Narren für einen Moment nichts mehr „gelaffe“. Sie und 600 Zuschauer saßen in der Stadthalle im Dunkeln.

Eine Stunde lang ist in Schweinfurt und seinem Umland der Strom ausgefallen. Weit über 10 000 Haushalte waren laut Netzbetreiber Bayernwerk betroffen.

Ein Kurzschluss hatte um 23.17 Uhr im Umspannwerk Oberndorf einen Stromwandler in Brand gesetzt, weswegen sich das Netz abschaltete. Die Schweinfurter Feuerwehr ist zwar ausgerückt, ließ aber nach Informationen der Rettungsleitstelle das in Flammen stehende Öl des Geräts kontrolliert abbrennen. Die Ursache des Kurzschlusses war am Sonntag noch nicht bekannt.

Bayernwerk und Stadtwerke schalteten auf Notvarianten um. Üchtelhausen, Poppenhausen, Dittelbrunn, Niederwerrn, Hambach und in Teilen Oerlenbachs gingen schon nach wenigen Minuten die Lichter wieder an. Die Schweinfurter mussten etwa eine Stunde warten, bis sie wieder Strom hatten.

Wie die Stadtwerke mitteilten, sei gegen 2.40 Uhr das Netz wieder stabil gewesen. Allerdings war am Sonntagvormittag noch zu hören, dass in Randbezirken die Versorgung mit Internet und Kabel-TV gestört gewesen sei.

Die Rettungsleitstelle registrierte während des Stromausfalls etwa 160 Notrufe und Anfragen. Einer betraf einen Mann, der in einem Aufzug stecken geblieben war. Die Leitstelle hat zudem kurzfristig ihr Personal um vier auf sieben Mitarbeiter aufgestockt, um die eingehenden Telefonate bewältigen zu können.

Auch die Polizei ist in der Nacht aktiv geworden. Mit Unterstützung weiterer Dienststellen seien Präsenzstreifen in der dunklen Stadt unterwegs gewesen, um mögliche Straftaten zu verhindern. Ebenfalls seien Feuerwehr und Rettungsdienst vorsorglich im Einsatz gewesen.

Keinen Strom gab es auch im Pfarrheim St. Anton, wo die Narren der „Antöner“ ihre Premierensitzung absolvierten. Die Faschingsfreunde improvisierten und änderten ihr Programm. Im Schein von Akku- und Handylampen wurden die Büttenreden vorgezogen, um das Publikum weiter zu unterhalten. Die Gardetänze kamen zum Schluss des Programms an die Reihe.

Und bei der „Schwarzen Elf“? Auch in der Stadthalle war Improvisation gefragt. Ausgerechnet bei der Rede ihres Stars Peter Kuhn – Dauergast bei der TV-Sitzung „Fachtnacht in Franken“ – gingen die Lichter aus. Wie Sitzungspräsident Georg Hümpfner sagte, sei unter den 600 Besuchern aber keine Unruhe aufgekommen. Die meisten hätten gedacht, die plötzliche Dunkelheit gehöre zum Programm.

Ludwig Paul überbrückte mit Witzen die Zeit und auch die erst später vorgesehene Band „Sonnyboys“ griff schnell in die Saiten. Schließlich warfen die Narren die Notversorgung der Stadthalle an. Die Lautsprecheranlage funktionierte und die „Schwarze Elf“ spulte ihr Restprogramm bei schummriger Notbeleuchtung ab. Mitarbeit: ue

© Josef Schäfer, Mitarbeit: ue
© Foto: J. Lamber
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Sonntag, 17. Januar 2016

Schwarze Elf - Totengedenken 2016

OBERWERRN · Wir haben uns heute wieder einmal getroffen, um gerade in dieser Zeit, die für uns am intensivsten, am mit Terminen und, wie man heute so schön sagt „To Do’s“ vollbepacktesten ist, zu treffen. Wir wollen uns treffen, um unserer Verstorbenen zu gedenken. Einen Moment die Zeit anhalten, alles Anstehende in den Hintergrund treten zu lassen, für einen Moment in der Andacht verharren und uns bewusst denen nähern, die heute nicht mehr da sind.

Es sind nicht diejenigen, die nicht da sind, weil sie keine Zeit hätten, nicht weil anderes zu erledigen wäre, nicht weil sie vielleicht verreist oder weggezogen wären. Es sind diejenigen, die diese Welt verlassen haben für immer, endgültig. Gerade in unserer Zeit ist es schwierig sich mit dieser Endgültigkeit abzufinden, endgültig ist ein unbeliebtes Wort, in einer Zeit des „Geht nicht, gibt‘s nicht“.

Aber wie können wir mit dieser Endgültigkeit umgehen, einer Endgültigkeit, die wie in Beton gegossen als riesige Wand vor uns steht?

Ich denke ein ganz entscheidender Teil ist dieses Gedenken, oder um es moderner auszudrücken, dieses Erinnern, das wir pflegen.

Dem großen Staatsmann Cicero wird der Satz zugeschrieben, vor über 2000 Jahren gesagt, auch das ist beachtlich:

Das Bewusstsein eines erfüllten Lebens
und die Erinnerung an viele schöne Stunden
sind das größte Glück auf Erden

So wollen wir uns heute erinnern an viele schöne Stunden mit denen, die uns vorausgegangen sind. Das müssen nicht die großen Geschehnisse auf der Bühne sein, vielmehr sind es doch allzu oft die kleinen Momente am Rande, die uns näher zusammenbringen, die uns in Erinnerung bleiben.

So wollen wir in diesem Jahr auch besonders unserem Bruno Wawrzik und Ludwig senior, dem Paul’s Vadder, gedenken.

Ich bin der Überzeugung, dass wir durch dieses Erinnern und Gedenken, auch diese Grenze ins Jenseitige ein wenig überbrückbar machen, dass wir uns wieder näher sind.

Gestern, als diese turbulente Sitzung mit Totalstromausfall vorbei war, habe ich mir gedacht, was hätten wohl unsere beiden alten Herren dazu gesagt? Sie wären wahrscheinlich sitzen geblieben, hätten gestaunt, hätten sich daran gefreut wie hier alle wie ein großes Ganzes zusammengewirkt haben.

Ein weiterer Ausspruch wird Cicero zugeschrieben:

Einen sicheren Freund erkennt man in einer unsicheren Situation.

Gestern haben alle als sichere Freunde bestens zusammengewirkt, gestern hat der Geist gewirkt, in dem auch unsere beiden Verstorbenen in ihrem Leben gewirkt haben. Und so haben wir eine große Verbindung geschaffen, hier untereinander und bestimmt auch zu allen, die vor uns waren. In diesem Gedenken an ein Wirken, auch über den Tod hinaus wollen wir beten:

Vater unser …

© Ludi Paul
© Foto: Schwarze Elf
© Quelle: Schwarze Elf

 

Sonntag, 17. Januar 2016

Rasante Faschingsgala in Veitshöchheim

VEITSHÖCHHHEIM · „Das ist keine mopsige Figur, sondern ein Feinkostgewölbe“, mit solchen Sprüchen am laufenden Band löste die Comedy-Walküre Daphne de Luxe, sexy, üppig und selbstbewusst die Bühne ausfüllend, bei der delikaten Fastnachtsgala der Tanzsportgarde Veitshöchheim eine Lachsalve nach der anderen aus und brachte das Publikum zum Johlen.

Bekannt aus Ladies Night (WDR), Comedy Tower (hr), NDR Comedy Contest (NDR), Frankfurt: Helau! (ARD, hr) und Närrische Weinprobe (BR) stellte der schwergewichtige Shooting-Star im maßangefertigten Flamengo-Kleid scharfzüngig und lebensbejahend alle anderen in den Schatten.

Mal temperamentvoll, mal leise, mal spontan nahm die Humoristin mit ihrer rauchigen Stimme kein Blatt vor dem Mund und zog mit ihrer ganz besonderen Mischung aus amüsanter Unterhaltung, Selbstironie und Tiefgang mit Zoten über Vegetarier, ihren Shopping- und sonstigen Erlebnissen das Publikum in ihren Bann.

Neben dem singenden 20-jährigen Jonas Paul von der Schwarzen Elf Schweinfurt erreichten auch die Turedancer Zellingen e.V., Bayerns bestes Männerballett mit ihrer artistischen Show „Die Schulklasse“ den Siedepunkt des Stimmungsbarometers. Beide kamen wie Daphne nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Es waren durchweg nur Fernsehstars in der Bütt und bei den Musiknummern zu sehen, die die fantasievoll kostümierten Gäste in einen Freudentaumel versetzten. Gepaart mit neun sehenswerten Marsch- und Schautanznummern, davon sieben der eigenen Jugend, war es allererste Sahne, was Sitzungspräsident Norbert Kronthaler der über 600-köpfigen Narrenschar fünf Stunden lang präsentierte.

Durchs Fernsehen überregional bekannt als Jazz- und Popband „Coconut Combo“ sind schließlich auch der pensionierte Gymnasiallehrer Rainer Hain mit seinen Söhnen Lucas und Felix aus Karlstadt, die singend ihre Erlebnisse als Krankenhausärzte parodierten.

Die Fastnachtsgala war zugleich auch ein Vorgeschmack auf die „Fastnacht in Franken“ des BR am 29. Januar. Es erstrahlte nicht nur die Narrenarena bereits in der barocken Kulisse der Kultsendung. Es gaben sich mit dem Stimmenimitator Bernd Händel als sizilianischer Mafiosi, Peter Kuhn als Schönwetterredner, Ines Procter als Putzfrau, Jonas Paul als singender Scheinkontrolleur und Pianist Matthias Walz als Deutsche Leitkuh und dem Ohrwurm „Schatzi, mach mir ein Selfi“ gleich fünf Protagonisten der Kultsendung des BR ein Stelldichein. Schließlich werden in der Fernsehsendung von der TSG auch Mädchen aus der Jugend als Fußbälle und acht große Girls im Finale als Brasilianerinnen dabei sein.

Pompös der Einzug des Modernen Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach e.V. und der Gäste aus Ochsenfurt mit dem Prinzenpaar Alexander II. und Stefanie II. Die Gästegarde faszinierte mit ihrem originellen Schautanz „Its magic – Die Zauberprüfung“.

Vom Gardenachwuchs der TSG tanzten sich als erstes die niedlichen Tanzmäuse im Kindergartenalter in die Herzen der Zuschauer.

Auf Verbrecherjagd ging die Juniorengarde mit ihrem neu einstudierten Schautanz „Mimi ermittelt!“, mit dem sich die Mädels für die Süddeutschen Meisterschaften in Veitshöchheim qualifizieren konnten.

Die Ü-15-Garde führte in ihrem Schautanz unter dem Titel „Ein Museum voller Narren“ das Deutsche Fastnachtsmuseum in Kitzingen vor Augen und servierte am Ende als Hofkelller-Kabinett auch noch den in der Fernsehsendung „Närrische Weinprobe“ unter dem Titel „Auf hoher See“ aufgeführten Tanz.

Weil sich heutzutage Kinder permanent nur mit Computer, Tablett und Handy beschäftigen, stellte die Jugendgarde tänzerisch ausdrucksstark dar, dass es schöner ist, etwas Gemeinsames zu tun.

Alle drei TSG-Garden tanzten zudem ihre Märsche direkt hintereinander und am Schluss gemeinsam als Marschblock, ebenso wie die sechs Tanzmariechen der TSGV.

Die Akteure

Sitzungspräsident: Norbert Kronthaler

Gastgesellschaft: Ochsenfurter Carnevalsclub mit Prinzenpaar Alexander II. und Stefanie II

In der Bütt:

• Ines Procter (Narreköpf Erlabrunn) als Putzfrau
• Bernd Händel (Buchnesia Nürnberg) - Kabarettist und Sitzungspräsident der „Fastnacht in Franken“
• Peter Kuhn (Schwarze Elf Schweinfurt) als Wetter-Moderator
• Jonas Paul (Schwarze Elf Schweinfurt) als singender Scheinkontrolleur
• Daphne de Luxe – „Das Leben“

Musiknummern:

• Moderner Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach e.V.
• Matthias Walz aus Karlstadt als Deutsche Leitkuh
• Familie Hain aus Karlstadt als Krankenhausärzte
• Sitzungskapelle Weekendexpress: Erwin Kopp, Ottmar Albert, Hubert Fischer

Tänze:

• Marschtanz Tanzmäuse (Trainerteam: Alexandra Körner, Daniela Jung, Sabrina Henken, Jennifer George)
• Tanzmariechen Jolie Mutombo, Sarah Scherbaum, Maja Friedrichs, Chanel Appel, Annelie Lutz (Trainerteam Melissa Lutz, Kristina Hauser, Monja Zorn, Nicole Scherbaum, Tina Wilscher)
• Jugend Schautanz „Gemeinsam macht es mehr Spaß“; Marschtanz (Trainerteam: Petra Greiner, Kristina Hauser, Tamara Kronthaler, Anita Horn)
• Juniorengarde Marschtanz (Trainerteam: Kristina Hauser, Monja Zorn, Tanja Volkmann, Tina Wilscher)
• Juniorengarde Schautanz „Mimi ermittelt“ (Trainerinnen: Sylvia Schraut und Nicole Scherbaum)
• Ü-15-Garde Marschtanz (Trainerteam: Kristina Hauser, Monja Zorn, Tanja Volkmann, Tina Wilscher)
• Ü15-Garde Schautanz „Museum voller Narren“ + „Hofkellerballett“ (Trainerinnen: Sylvia Schraut und Evelyn Lorenz)
• Show-Tanz CC Ochsenfurt – „Its magic – Die Zauberprüfung“ (Sandra Schaub und Sonja Becker)
• Männerballett Turedancer Zellingen „Die Schulklasse“

© Dieter Gürz
© Foto: Dieter Gürz
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Donnerstag, 14. Januar 2016

Till von Franken für Adi Schön

SCHWEINFURT · Mit dem höchsten Orden des Fastnachtverbandes Franken, dem „Till von Franken“, wurde in diesem Jahr Adi Schön bei der Schwarzen Elf ausgezeichnet.

Der Bezirkspräsident des Fastnachtsverbandes für Unterfranken, Norbert Schober, zeichnete den engagierten Karnevalisten aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Kolpingsfamilie.

Adi Schön ist seit 1988 ununterbrochen alljährlich auf der Bühne der Schwarzen Elf. Begonnen hat er bei den Turnern, wechselte aber bald ins Büttenrednerlager und schließlich auch in das Präsidium der Schwarzen Elf. Er ist stellvertretender Sitzungspräsident.

Mit spitzer Zunge in gereimten Versen oder auch in Prosa Ungereimtheiten aufzugreifen ist seine Stärke. Als Schreiber wirkt er besonders bei den Reden von Fabian Wahler und Doris Paul. Er lässt es sich auch nicht nehmen, im Duo mit Ludwig Paul als Stasi und Blasi satirisch ironisch das Stadtgeschehen zu kommentieren, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ein kabarettistischer Karnevalist oder fastnachtlicher Kabarettist, beides ist für ihn durchaus zutreffend und macht ihn laut Schober zu einem würdigen Ordensträger.

Weiterhin wurden Heidi Müller und Monika Brand mit dem Verdienstorden des Landesverbandes ausgezeichnet. Beide sind in der Turn- und Tanz-Gruppe aktiv. Heidi Müller tanzt seit über 33 Jahren, Monika Brand ist seit 14 Jahren bei der Schwarzen Elf und mittlerweile in mehreren Gruppen als Trainerin und engagierte Protagonistin beim „Narrenschiff“.

Den Sessionsorden des Landesverbandes erhielten Eva Steinert, Christine Scheuring (Trainerinnen Männerballett) und Thorsten Riese (Stadtpfeifer und Sunnyboys).

Es gibt noch Karten für die Sitzungen der Schwarzen Elf am 22., 23. und 24. Januar bei Georg Hümpfer Tel. (0 97 21) 4 59 86.

© Redaktion Main/Rhön
© Foto: Schwarze Elf
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Mittwoch, 13. Januar 2016

Schwarze Elf startet mit Volldampf in die Session 2016 - Wenn´s läfft, dann läfft´s

SCHWEINFURT · Beim Startschuss der Schwarzen Elf für die diesjährige Faschingssession am vergangenen Wochenende drohte die Schweinfurter Stadthalle fast aus allen Nähten zu platzen. Gäste aus nah und fern waren kommen, um mit den Aktiven der Schweinfurter Kolpingfamilie bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.

Nach dem Einzug der Elferräte mit den Schweinfurter Stadtpfeifern und einer kurzen Begrüßung durch Sitzungspräsident Ludwig Paul stimmte die Garde der KoKaGe aus Wiesentheid das Publikum mit einem gekonnten Gardetanz auf einen abwechslungsreichen Abend ein. Als Hausmeister von der Stadthalle meldete sich Helmuth Backhaus zu Wort und drehte das Jahr 2015 nochmals durch den Fleischwolf. Nachwuchsbüttenredner Marco Breitenbach informierte über seinen Schüleraustausch in China. Beim anschließenden Showtanz der Turnerinnen und Turner der Schwarzen Elf flogen „im Saloon“ nicht nur die Fäuste, Hüte und Röcke durch die Luft, sondern auch die Boys und Girls selbst wirbelten mit gekonnten Einlagen über die Bühne. Zu einem „Bettgeflüster“ der besonderen Art lud Doris Paul ein, bevor Manfred Göbel, Thomas Spath und Bettina Niedermeyer in ihrem Sketch „An der Hotline“ zeigten wie verhängnisvoll eine Vollfettflatrate sein kann.

Nach einer weiteren Darbietung der Turnerinnen und Turner („Kultklamotte“) und der Wiesentheider Garde gab es von Peter Kuhn, einem wahren Meister des geschliffenen Wortes und der spitzen Zunge, den Schönwetterbericht. Politisch sei 2015 nicht viel los gewesen, so Kuhn, aber meteorologisch dafür umso mehr. So sorgte Väterchen Frost in Russland für eine neue Eiszeit und in Frankreich baute sich ein „Kaltfront national“ auf. Während in Deutschland überwiegend das Hochdruckgebiet Angela und gelegentlich das Bodentief Sigmar herrschte, blitzte das bayerische Sturmtief Horst immer wieder ab.

Alles weitere Highlights des Abends begeisterten Jonas Paul als Schein-Kontrolleur – denn schließlich braucht man in Deutschland für fast alles einen Schein: Führerschein, Angelschein, Heiligenschein – und Fabian Wahler als „werdender Vater“. Nachdem das Männerballet als „Stewardessen“ in der Stadthalle eine gekonnte Punktlandung hingelegt hatten, widmeten sich Ludwig Paul und Adi Schön als „Stasi und Blasi“ dem aktuellen Geschehen in Stadt und Landkreis Schweinfurt. Kurz nach Mitternacht zündeten die Sunnyboys vom Baggersee einen letzten Kracher und entließen die bunte Gästeschar in die Schweinfurter Nacht. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die Sitzungskapelle Quartetto. Wer die Prunksitzung der Schwarzen Elf am zurückliegenden Wochenende noch nicht erleben konnte, hat dazu an den beiden kommenden Wochenenden (15. – 17. und 22. – 24. Januar 2016) noch Gelegenheit.

© Christopher Richter / Gerald Richter
© Foto: Claudia Schlör
© Quelle: schweinfurtAnzeiger

 

Montag, 11. Januar 2016

Claudia's Fotostrecke ist fertig!

SCHWEINFURT · Ein erfolgreicher Sessionsstart liegt hinter den mehr als 200 Aktiven der Schwarzen Elf. Mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen zeigten die Zuschauer ihre Begeisterung.

Erste Bilder von der diesjährigen Prunksitzung der Schwarzen Elf gibt es in unserer Fotoshow. Die Schwarze-Elf-Fotografin Claudia Schlör war unterwegs, und fing die besten Eindrücke ein.

 

 

 

Hier geht's direkt zu Claudia's Fotoshow

© Redaktion
© Foto: Claudia Schlör

 

Sonntag, 10. Januar 2016

Schwarze Elf startet mit Vollgas in die Prunksitzungen

SCHWEINFURT · „Wenns läfft, dann läffts“ lautet das Motto der Schwarzen Elf 2016 – inspiriert vom Marktbrünnle. Wer an Schlimmeres denkt, ist selber schuld. Ansonsten galt beim Faschingsauftakt am Freitag: Humor ist, wenn man trotzdem lacht, trotz Terror und anderer Nöte. So ist etwa, vor dem Jahreswechsel, mit Ludwig Paul Senior ein Urgestein der Kolpingsfamilie von der irdischen Bühne abgetreten.

Auch in seinem Sinne „lief es weiter“: Mit den Klängen der Schweinfurter Stadtpfeifer zogen Ludwig Paul Junior und seine Elferräte auf die Tribüne. „Prost Neujahr!“ grüßte der Sitzungspräsident und hielt nach den Heiligen Drei Königen unter 600 Zuschauern Ausschau: So zeitig hält König Karneval selten Hof.

Es dauerte etwas, bis Schweinfurts Profi-Narren zur gewohnten Höchstform aufliefen: Wie bei der Nationalelf gibts hier weniger Samba, dafür Können und System. Das Aufwärmen übernahmen die Trommler und Pfeifer unter Kommando von Thorsten Riese, Silke Johanni und Andrea Neubert. Mit dem Gardetanz der Veitshöchheimer TSG stieg die Temperatur merklich an. Bevor der „Hausmeister von der Stadthalle“ alias Helmuth Backhaus das letzte Jahr durch die Wurstmaschine kurbelte.

Sie ist zurück: Die „German Angst“. Nicht nur die Cenosillicaphobie – die Angst vor leeren (Bier)Flaschen. Sondern auch vor VW-Abgasen und Flüchtlingswellen.

Gefragt ist interkulturelle Kompetenz: Jungbüttenredner Marco Breitenbach blickte auf seinen Schüleraustausch zurück, in China. Das Nachwuchstalent war wirklich dort und überzeugte auch 2016 mit solider Leistung. „Volltreffer“ hieß es bei den Turnern und Turnerinnen, in Schuss gebracht von Martina Hochrein und Viktoria Lendel. Im Wilden Westen flogen die Fäuste, die Röcke und nicht zuletzt die Cowgirls und -Boys selbst, beim atemberaubenden Schautanz im Saloon. Spätestens jetzt war das Eis gebrochen.

Gekonnt doppeldeutiges „Bettgeflüster“ gab es bei Doris Paul, die nach einer kuscheligen Unterlage für sich und ihren Ehegatten suchte. Im flotten Sketch sorgte eine Vollfettflatrate für Verzweiflung: Ein Kunde (Manfred Göbel) versucht sein Telefon in Gang zu bringen, die Frau am anderen Ende der Hotline (Bettina Niedermeyer) und der Techniker (Thomas Spath) machen alles nur noch schlimmer. Die„Kultklamotten“ wurden dann durch die Turn- und Tanzgruppe entstaubt, in allen Größen auf die Bühne gebracht von Ingrid Klier und Uwe Ludwig: Egal ob als Kindertrachtentanz, Klum-Casting, mit Rockn Roll oder Strandbikini.

„Wenns läfft, dann läffts“: Was das Motto des Abends bedeutet, das zeigte nach der Pause die Jugend des „Narrenschiffs“. Die fernseherprobte TSG-Garde tanzte durchs Kitzinger Fastnachtsmuseum.

Dann gab's den Schönwetterbericht von Peter Kuhn, mit einfach brillanter Büttenrede. Nein, politisch ist 2015 nichts passiert, meteorologisch um so mehr: In Russland sorgte Väterchen Frost für eine neue Eiszeit, in Frankreich baut sich eine „Kaltfront National“ auf. Über Deutschland schwebt das Hochdruckgebiet Angela, darunter Bodentief Sigmar. Sturmtief Horst blitzt ständig ab, während im Osten Angelas Dauer-Sonnenschein mal für Bräunung, mal für Sonnenbrand sorgt. Und eine Flutwelle übers Land zu schwappen droht, gemeistert dank Ehrenamt. Am Ende stürmischer Applaus.

Ehrungen gab's auch: für Dorothea Schömig (als Landesvorsitzende des Kolpingwerks), Wolfgang Ziegler (vom Bund Deutscher Karneval) und Ralf Hofmann. Mit dem Kunstvereinsvorsitzenden hatte sich ein „Roter“ zu den Schwarzelfen „verirrt“.

Ganz oben spielt bereits Jonas Paul mit, der als singender Schein-Kontrolleure antrat: Für alles braucht man hierzulande seinen Schein, Angelschein, Führerschein, Heiligenschein. Für gekonnte Parodien, nicht nur auf den „Frankendadord“ gab es wohlverdiente Standing Ovations. „Wir sind schwanger“, hieß es bei Fabian Wahler, der aus den Nöten eines werdenden Vaters plauderte, bevor die Stewardessen der „Black Eleven Airlines“ abhoben, in die (Bühnen-)Luft gebracht von Christine Scheuring und Eva Steinert.

Nach der Punktlandung des Männerballets nahmen Stasi und Blasi (alias Ludi Paul und Adi Schön) kurzweilig das Lokalgeschehen aufs Korn: KKG-Rückbau, Heeresstraße oder freundlich lächelnde Menschen dank Asylbewerbern („Das kennt man in Schweinfurt ned“).

Die Sunnyboys vom Baggersee sorgen für den (b)rassigen Ausklang vor dem Luftballon-Regen, die sonstigen Töne steuerten die Sitzungskapelle Quartetto bei. Sechs Sitzungen stehen nach dem Auftaktwochenende noch auf dem Programm.

© Uwe Eichler
© Foto: Uwe Eichler
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Samstag, 09. Januar 2016

„Wenn´s läfft, dann läfft´s“: Rund 600 Besucher feierten in der Stadthalle den Faschingsauftakt der Schwarzen Elf

SCHWEINFURT · Wie ein Motor, der nach einem Jährchen Pause wieder gestartet wird, hat er am Anfang ein wenig geknattert, der Spaßmotor der Schwarzen Elf zum Auftakt der Kampagne 2015/2016. Spätetens mit dem klasse Auftritt der Turner unter ihrer neuen Leitung und im Wild-West-Style hatte Schweinfurts größte Faschingsgesellschaft ihr diesjähriges Motto „Wenn´s läfft, dann läfft´s“ aber wieder, wie versprochen, umgesetzt.

Dafür gab es standing ovations. Es „läfft“ wie geschmiert, die Rädchen griffen ineinander und die ca. 600 Besucher in der Stadthalle hatten ihren Spaß, nicht nur mit den fullminanten Auftritten der bekannten Lokalmatadoren, sondern auch mit den Gastauftritten der Garde vom TSG Veitshöchheim. Diese widmete sich inhaltlich unter anderem ihrem Fasnachtsmuseum.

Sitzungspräsident Ludi Paul gelang es recht rasch, die Zuschauer aus dem Winterschlaf zu wecken – der Fasching dieses Jahr startete ja ungewöhnlich früh: „Nach dem Rathaussturm haben wir mit unserer heutigen Sitzung den Fasching für Schweinfurt nun endgültig eingeleitet!“ Höhepunkt der Sitzung ist jedes Jahr die mit Spannung erwartete Rede von Büttenrednerstar Peter Kuhn, der sich diesmal im grauen Anzug der allgemeinen Wetterlage widmete und feststellte, dass das Klima in Europa frostiger wird. Von Russland ziehe eine Kaltfront über Ungarn und die Kälte spüre man auch an den Polen.

Klar, dass es bei dieser Rede mehr ums politische Klima, als um Wetterdaten ging. Seit der Fußball-WM herrsche über Deutschland das Hoch Angela, während in Bayern der Tornado Horst solange wüte, bis der Blitz einschlägt, meinte der Büttenredner. „Gut nur, dass er in Berlin immer abblitzt“, ergänzte der Oberwerrner Kuhn. Deutschland strahle dieser Tage viel Wärme aus, was das Handling der Flüchtlingsproblematik angeht. Im Osten sorge dies aber leider für eine braune oder dunkelrote Färbung. Über die SPD hingegen liege das „Tief Gabriel“, bekamen auch die Genossen ihr Fett ab. Ob Angelas Merkel „Wir schaffen das!“, sich tatsächlich erreichen lässt, ließ der Träger des Tills von Franken offen: „Wir müssen es aber jedenfalls versuchen!“

„Schweinfurt spielt dank der Schwarzen Elf in der Bundeliga“, lobte Stadtrat und Kunstvereinsvorsitzende Ralf Hofmann die Faschingsnarren der Kolpingsfamilie. Er wurde, neben der Kolpingdiözesanvorsitzenen Doro Schömig für seine Unterstützung des närrischen Treibens in Schweinfurt geehrt. In der Bundesliga spielen die Schnüdel schon lange nicht mehr und man könnte das Willy-Sachs-Stadion daher ruhig zu einer Streuobstwiese machen, meinten „Stasi und Blasi“, die wie gewohnt das Stadtgeschehen kommentierten. Denn dass das Stadion weiter den Namen eines Nazis und Lüstlings trüge, sei schwer erträglich. Für diese Forderung gab es wenig Applaus an diesem Abend.

Der Applaus war aber Jonas Paul sicher, der mit Gitarre die deutsche (Un-)art kritisierte, für alles und überall eine schriftliche Genehmigung oder Erlaubnis zu fordern. Selbst wenn es nur um das Aufpumpen einer Hüpfburg geht… Seine Mutter, Doris Paul, ließ wieder allerlei Matratzen- und Bettgeschichten in der Bütt vom Stapel, wobei ihr die Lacher und der Applaus – wie gewohnt – sicher waren. Um die Konsequenzen dieser Matratzengeschichten ging es bei Fabian Wahler, der von seinen Leiden als junger Vater – vom Kinderwagenkauf über den Geburtsvorbereitsungskurs – berichtete. Auch nicht ganz leicht hatte es Manfred Göbel, der verzweifelt versuchte, ein Funktelefon mit dem Router zu verbinden und dessen Fragen zur Bedingungsanleitung von der Hotline nur mit Spott und Höhne kommentiert wurden. That´s life.

Mit Mode – und damit mit profaneren Problemen – hatten sich sich die Teilnehmer der Turn- und Tanzgruppe unter der programmatischen Leitung von Ingrid Klier herumzuschlagen. Aber dies bekamen die mehreren Generationen leichtfüßiger unter den Hut als die Stewardessen des Männerballets, die den Saal zum Abheben aufforderten. Unter Leitung von Christine Scheuring boten die prima ballerina wieder eine Supershow und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Dass Marco Breitenbach in seiner Bütt, die sich seinem Schüleraustausch mit China widmete, nicht auf diese Damenrunde abgezielt hatte, versteht sich da von selbst.

Den Abschluss bildeten, wie üblich, der fullminante Auftritt der Sunnyboys, die den Saal spülten. Als dann die Luftballons um 24.30 Uhr, auf die Gäste von der Decke regneten, neigte sich ein abwechslungsreicher Abend seinem Ende zu. Der Motor war heißgelaufen und ist nun für acht weitere Sitzungen nun bestens eingefahren. „Wenn´s läfft, dann läfft´s“ eben. Für diese Sitzungen gibt es noch Karten.

© Christopher Richter / Gerald Richter
© Foto: Christopher Richter / Gerald Richter
© Quelle: inundumSW.de

 

Samstag, 09. Januar 2016

Zeug gibt‘s

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Nun haben sie also wieder die Macht an sich gerissen, wie es so schön heißt – die offiziellen Narren der ehedem Freien Reichsstadt Schweinfurt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie einer der drei Faschingsgesellschaften angehören, als da sind die Schwarze Elf, die Erste Schweinfurter Karnevalsgesellschaft (ESKAGE) und die Antöner Narrenelf. Wir nehmen mal an, dass sie allein befugt sind, dem Oberbürgermeister den Rathausschlüssel abzunehmen, zum zeitlichen Verzicht auf die exekutive Gewalt über seine Stadt zu nötigen und – als Höhepunkt der Demütigung – auch noch zum Schunkeln zu zwingen.
[...]

© Volkszeitung Schweinfurt
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Freitag, 08. Januar 2016


OB Remelé überlässt Narrenprinzen die Rathausschlüssel

SCHWEINFURT · Das Rathaus ist gestürmt, der Schlüssel in Narrenhand: Keine Viertelstunde brauchten ESKAGE, Schwarze Elf und Antöner Narrenelf, um – angeführt von auswärtigen Musikanten der Ransbachtaler Blasmusik Weichtungen – Oberbürgermeister Sebastian Remelé auf der Rathaustreppe den Rathausschlüssel zu entreißen.

Fast schon freiwillig reichte er sie an den Faschingsprinzen Jürgen III. weiter, obwohl der ein „Augschburger“ Schwabe ist und sich wohl nur quasi als Nachzug zur heimischen Prinzessin Margot I. halbwegs legal hier aufhält.

Diese wiederum machte tüchtig Werbung für ihr Café Callisto und grüßte freudig „die närrischen Untertanen dieser Stadt“, bevor der Zeremonienmeister des Rathausstürmchens, Horst Dinkel, OB Remelé noch spöttisch „eine „erholsame regierungsfreie Zeit“ wünschte.

Nicht einmal Remelés Gattin Monika konnte den Machtverlust verhindern. In wohl gesetzten Reimen kapitulierte der OB: „So beuge ich mich, es fällt mir schwer, und gebe den Rathausschlüssel her.“

© Stefan Sauer
© Foto: Anand Anders
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Montag, 04. Januar 2016

Die Narren übernehmen die Macht

SCHWEINFURT · Der traditionelle Sturm auf das Schweinfurter Rathaus ist am Freitag, 8. Januar.

Beginn ist um 15 Uhr auf dem Marktplatz. Von dort zieht das Prinzenpaar mit Gefolge und den Abordnungen der drei Schweinfurter Faschingsgesellschaften Antönet Narrenelf, ESKAGE und Schwarze Elf in den Rathaus-Innenhof.

Dort wollen die Narren dem Oberbürgermeister den Rathausschlüssel abnehmen.

© MainPost Redaktion Main/Rhön
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Montag, 28. Dezember 2015

Ludwig Paul sen. †

BERGRHEINFELD · Am 26.12.2015 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unser langjähriger Aktiver Ludwig Paul sen. Als Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie Laufach bei Aschaffenburg sorgte er mit seinen damaligen Freunden schon dort für legendäre sogenannte "Bunte Abende". Hier stand er auf der Bühne, hier textete und schrieb er auch Sketche und gereimte Reden. Zusammen mit seinem Freund Winfried Hain (bekannt aus "Fastnacht in Franken") sorgte er als Duo schon damals in den 50er- und 60er-Jahren in dem Spessartdorf für fastnachtliche Höhepunkte.

Durch beruflichen Wechsel kam er nach Schweinfurt. Hier fand er Ende der 70er-Jahre Anschlulss an die Kolpingsfamilie und war auch 1980 erstmals als Elferrat mit auf der Bühne der Schwarzen Elf. Als selbständiger Schreinermeister war seine tatkräftige und konstruktive Mithilfe beim Aufbau der Dekoration schnell geschätzt. Der örtlichen Jungkolpinggruppe griff er mit gutem Rat und noch größerer Tatkraft beim Wagenbau für den Faschingszug unter die Arme. Außerdem unterstützte er seinen Sohn als jungen Büttenredner durch originelle und ausgefeilten Bau von Kulissen und Ausstattungen. Als 1989 durch den Ausfall des SKF-Freizeitchores eine Gesangsgruppe im Programm fehlte, sprang er mit der gesamten Familie als "Die Eintagsfliegen" ein. Bis 2006, in insgesamt 18 Kampagnen, sorgte sein überragender Bass und seine unbeschwerte Fröhlichkeit für beste Unterhaltung auf der Bühne.

Auch seine Familie konnte er für die Fastnacht begeistern. Im Jahr 2003, als er den Till von Franken verliehen bekam, waren außer ihm noch zehn weitere, insgesamt im Laufe der Jahre 17 Mitglieder seiner Familie bei der Schwarzen Elf aktiv.

Auch nach der "Eintagsfliegenzeit" blieb er der Schwarzen Elf treu, unterstützte wo es ihm möglich war und war fast allabendlich stolzer und kritischer Begleiter des Geschehens.

Was ihn so sympathisch machte war seine unvoreingenommene Art, wie er allen, ob jung ob alt begegnete. In seiner uneingeschränkten Hilfsbereitschaft, seinem tatkräftigen Zupacken und seinem geradlinigen Wesen, war er Vorbild für viele. Er wird den vielen Menschen, besonders uns bei der Schwarzen Elf fehlern.

Wir trauern um unseren "Pauls Vadder" und sind dankbar für die vielen schönen Momente, die hilfsreichen Ratschläge und as gute Vorbild, das er uns gegeben hat.

© Schwarze Elf
© Foto: Schwarze Elf
© Quelle: Schwarze Elf

 

Freitag, 20. November 2015

Schwarze Elf goes Roth: Elferratseinteilung diesmal in der Brauerei der Familie Borst

SCHWEINFURT · Die Elferratseinteilung der Schwarzen Elf war – nach der Insolvenz von Brauhaus – das erste Mal bei der Brauerei Roth. Die Familie Borst war ein guter Gastgeber.

Im Bild von links Roth-Geschäftsführer Alexander Borst, dann die Elferratsvorsitzenden Edgar Kitzinger und Martina Schlereth sowie der stellvertretende Gesellschaftspräsident Matthias Paul, dann Horst Düring, Wolfgang Klopf, Heinz Niedermeyer, Günther Bleiweis, Sitzungspräsident Ludwig Paul und Schwarze Elf-Gesellschaftspräsident Georg Hümpfer bei einem guten Tropfen Rothbier.

Noch gibt es Karten für die diesjährige 62. Kampagne unter dem Motto „Wenns läfft, dann läffts“ (08.01. – 10.01; 15. – 17.01 sowie 22. – 24.01.2015). Telefonische Bestellung unter 09721/45986.

© Michael Horling
© Foto: Michael Horling
© Quelle: nundumSW.de

 

Sonntag, 15. November 2015

Auftaktveranstaltung bei der Schwarzen Elf unter den Eindrücken von Paris

Adi Schön: „Dem Terror nicht nachgeben!“
Schwarze Elf führt wieder neun Prunksitzungen in der kommenden Saison durch

SCHWEINFURT · Nein, man wird dem Terror nicht nachgeben und den Fasching, wie geplant und gewohnt, im kommenden Jahr durchführen. Das war das gemeinsame Credo der Faschingsnarren von der Schwarzen Elf nach der Horrornacht in Paris bei der Auftaktveranstaltung zur 62. Saison im Kolpinghaus Schweinfurt.

„Es ist eine interne Veranstaltung mit einigen Ehrungen“, erläuterte Sitzungspräsident Ludi Paul auf Nachfrage. Eine Absage sei daher nicht erwägt worden. Noch sei viel Zeit bis zum Fasching im neuen Jahr, um zu überlegen, wie man auf die erneute Tragödie der französischen Nachbarn und Freunde reagiert. Letztes Jahr haben die Elferräte, um ein Solidaritätszeichen im Hinblick auf die Attacke auf die Redaktion von Charlie Hebdo zu setzen im Anzugrevers einen Bleistift getragen. Wie wird Schweinfurts größte Faschingsgesellschaft diesmal reagieren? „Es ist noch zu verfrüht, um sagen zu können, wie wir das verarbeiten“, sagten Ludi Paul und Elferratsvorsitzender Edgar Kitzinger unisono.

Bei der Veranstaltung spielte der Terroranschlag in den Reden keine große Rolle. Er habe jedoch das Wort „feiern“ angesichts der schrecklichen Ereignisse aus seiner Rede gestrichen, meinte Gesellschaftspräsident Georg Hümpfer in seiner kurzen Ansprache vor den Ehrungen von Thomas Wildanger (Sunnyboys) und den Trainern der Turn- und Tanzgruppe Michael und Kathi Kitz. Stadtrat und stellvertretender Sitzungspräsident Adi Schön betonte, man könnte sich dem Terrorismus nicht beugen. Das Leben müsse normal weiterlaufen. „Wir wissen nicht, wie wir reagieren. Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten“, so der Büttenredner, der als Stasi & Blasi, in der Regel nur kommunalpolitische Geschehnisse thematisiert.

Einer der dies sehr wohl kann, ist der Büttenrednerstar Peter Kuhn. Letztes Jahr hatte er bereits als Mitglied der Schweinfurter Bürgerwehr den Terror von Boko Haram über Al Kaida bis hin zum Islamischen Staat thematisiert. Ob er die „verabscheuungswürdige Tat“ in seiner neuen Bütt thematisieren wird, weiß er noch nicht - kein Wunder, Kuhn entwickelt seine Reden gewöhnlich erst während der Weihnachtszeit. „Wenn Terroranschläge aber ein Dauerzustand werden, dann wird man darüber berichten müssen“, gab sich der Oberwerrner nachdenklich. Was in seiner zukünftigen Rede eine Rolle spielen wird, ist das „heikle Thema der Flüchtlinge“, kündigte der Träger des Tills von Franken an. Hier hat die Schwarze Elf schon jetzt eine klare Position. „Man darf aus dieser Situation heraus jetzt nicht gegen die Flüchtlinge hetzen, weil die ja gerade vor diesem Terror geflohen sind“, betonte Sitzungspräsident Ludi Paul, der auch Mitglied der Kolpingsfamilie Schweinfurt ist.

Auch dieses Jahr wird die Schwarze Elf wieder neun Prunksitzungen unter dem Motto „Wenns läfft, dann läffts“durchführen (08.-10.01.; 15.-17.01. sowie 22.-24.01.2016; Beginn jeweils um 20.00 Uhr). Wer Karten für die Schwarze Elf bestellen möchte, der kann dies telefonisch bei Georg Hümpfer tun unter 09721/45986. Mehr Infos unter www.schwarze11.de

© Christopher Richter
© Fotos: Christopher Richter
© Quelle: Schwarze Elf

 

Samstag, 14. November 2015

LIBERTÉ, ÉGALITÉ, FRATERNITÉ

 

Donnerstag, 12. November 2015

Der Präsident und die Sendepause

WÜRZBURG · Die Kameras sind mit Weinlaub geschmückt. Pailletten glitzern im Scheinwerferlicht. Das Kalifenpaar Stefanie und Marcus aus dem Spessart, mit leuchtend sonnengelbem Turban und orangener Feder auf dem Kopf, schaut sich erwartungsfroh um.

Die Stimmung im Stückfasskeller des Staatlichen Hofkellers unter der Würzburger Residenz ist von Anfang an bestens – nur Frankens oberster Narr, Fastnachtverbandspräsident Bernhard Schlereth, signalisiert Sendepause! Dabei hat sich Weinbaupräsident Arthur Steinmann extra ein wenig Glücksklee an die Hutkrempe gesteckt, damit ja nix schiefgeht.

Keine Angst. Die Aufzeichnung der 16. „Närrischen Weinprobe“ ist nicht ausgefallen. Bernhard Schlereth hat die Narrenkappe zu Hause gelassen und für die Weinprobe als Kostüm einen Anzug ausgewählt, der geschmückt ist mit dem Bildmotiv der Sendepause aus vergangenen TV-Zeiten – hoffentlich kein Vorzeichen für die Ausstrahlung der Aufzeichnung an diesem Freitagabend um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen . . .

Aufgrund der kurzen Session startet der Fastnachtsendungsreigen des BR ungewohnt früh. Angekündigt zur „Närrischen Weinprobe“ sind fränkische Urgewächse: im Glas und auf der Bühne. Mit dabei sind auch neue Reben, die erstmals ihr Können unter Beweis stellen – wie die fünf Frauen vom „Wiesenbronner 3Klang“, die mit bunten Boas und frechem Gesang ihr kurzes Debüt geben.

Immer wieder steht natürlich die fränkische Mundart im Mittelpunkt: etwa „dode muggn“ im Weinglas, über die sich der Erlanger Kabarettist Klaus Karl-Kraus ärgert. Oder die tiefere Bedeutung von Genitiv und Dativ, die Jonas Paul von der „Schwarzen Elf“ aus Schweinfurt weiß: „Ge ni tief ins Wasser, weil's da tief ist.“ Kritisch hintersinnig kommentiert Fabian Wahler (ebenfalls „Schwarze Elf“) als Facility Manager beziehungsweise Hausmeister das Thema Asyl. Seine Botschaft: „Die Welt ist ein Dorf, diejenigen, die das nicht kapieren, sind Dorftrottel.“

„Putzfrau“ Ines Procter (Leinach) hängt dieses Mal ihre Schürze an den Nagel. Als „Quotenfrau“ preist sie unter anderen die Wirkung ihrer neuen Gesichtscreme: „Der Name hat irgendwas mit Pferden zu tun, Hyaluron . . . “ Viel Applaus gibt es für die Tanzsportgarde Veitshöchheim, die sich „Auf hoher See“ bewegt. Ebenso für „Die Hains“ aus Karlstadt. Sie geben sich heuer als Ärzte und singen flott die Leberprobleme an Aschermittwoch weg: „Arrivederci Koma“.

Zu den Klassikern der „Närrischen Weinprobe“ gehören „Weinbäuerle“ Günter Stock aus Margetshöchheim, „Taxifahrer“ Bernhard Ottinger (Comödie Fürth) und Michl Müller, „Dreggsagg“ aus Garitz. Sein Lied, „Zwiebelblootz und Federweiße“, klingt nach Jamaica, kommt aber aus Franken, „der Brutstätte des Reggae“.

Durch die Sendung führt wieder Martin Rassau (Comödie Fürth), der durchaus bei aller närrischen Blödelei auch ernste Worte zum aktuellen Geschehen findet. Für gute Stimmung im Stückfasskeller sorgen natürlich auch die fränkischen Weine, vorgestellt von der früheren Weinkönigin Nicole Then.

Die beiden „Kalifen“, Stefanie und Marcus aus der Spessartgemeinde Partenstein, sind am Ende der Aufzeichnung begeistert. „Klasse!“ findet Marcus das Programm und die Stimmung im Keller „echt kuschelig“. Er stammt aus Bad Kreuznach und sah deshalb lange die Mainzer Fastnacht als Höhepunkt an. Doch nun hat sich dieser mehr nach Osten verlagert.

Die „Närrische Weinprobe“ im BR: Freitag, 13. November um 20.15 Uhr

© Christine Jeske
© Foto: Daniel Peter
© Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Mittwoch, 11. November 2015

Online-Kartenvorverkauf

SCHWEINFURT · Ab Mittwoch den 11.11.2015 11.11 Uhr ist der Online-Kartenvorverkauf wieder geöffnet.

 

Dienstag, 10. November 2015


Närrische Weinprobe im Bayerischen Fernsehen mit Aktiven der Schwarzen Elf

SCHWEINFURT · Wenn am Freitag den 13.11.2015 um 20.15 Uhr wieder die Närrische Weinprobe im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird, werden auch Schweinfurter Narren mit dabei sein. Von der Schwarzen Elf der Kolpingfamilie haben es gleich zwei Aktive in die bekannte Fernsehsendung geschafft. Fabian Wahler und Jonas Paul sind mit von der Partie. Jonas Paul mit einem Auszug aus seinem neuen Programm, Fabian Wahler mit seinem Auftritt von 2015 als „Hausmeister im Asylbewerberheim“. Mit dieser Rede erntete er im diesjährigen Fasching großes Lob von allen Seiten. Lokalpolitiker schrieben ihm Dankesbriefe, der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Volker Wagner, war bei seinem Besuch voll des Lobes.

Jonas Paul ist außerdem als Studiogast live in der „Frankenschau aktuell“ am gleichen Tag bereits um 17:30 Uhr zu sehen.

Wer die beiden live erleben möchte hat dazu natürlich Gelegenheit in den neun Prunksitzungen der Schwarzen Elf in der Kampagne 2016. Diese beginnen wegen des kurzen Faschings in diesem Jahr schon am 08.01.2016 und von da beginnend an drei Wochenenden jeweils Freitag, Samstag, Sonntag in der Stadthalle. Kartenvorverkauf ab sofort bei Gesellschaftspräsident Georg Hümpfer 09721/45986.

Bayerischer Rundfunk: Närrische Weinprobe

© lp
© Fotos: Schwarze Elf
Quelle: Schwarze Elf

 

Samstag, 07. November 2015

Die Närrische Weinprobe aus dem Staatlichen Hofkeller zu Würzburg

WÜRZBURG · "Die Närrische Weinprobe" aus dem romantischen Keller unter der Residenz zu Würzburg macht auch heuer wieder den Anfang im fränkischen Faschingsreigen. Die charmanten Gastgeber für die zweistündige Sendung sind wie in den vergangenen Jahren die Weinexpertin Nicole Then und Martin Rassau von der Comödie Fürth. Als Gäste haben sich wieder einige Politpromis angesagt.

• Die „Närrische Weinprobe“ im BR: Freitag, 13. November um 20.15 Uhr

© BR
© Quelle: Bayerischer Rundfunk

 

 

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